´s Dorfblattl Haiming
Bauprojekt
Gemeinde
Bodenaushubdeponie
D
er Gemeinderat hat in der
Sitzung am 22. September
2015 beschlossen, dem Antrag
der Fa. Fiegl Tiefbau zur Errichtung einer Bodenaushubdeponie zuzustimmen. Diese Deponie
soll westlich des Firmengeländes
Richtung Ötztalerhöhe entstehen und rund 15 000 m² groß
sein. „Mit Bodenaushub sind unverwertbare Aushubmaterialien
gemeint, wie etwa Oberboden,
Waldboden, Wurzeln, Lehmboden usw. Keinesfalls werden
Gebäudeabbruch, Asphaltreste
oder Betonreste dort eingebaut“,
erklärt Geschäftsführer Elmar Fiegl dem Dorfblattl.
„Die momentane Lagerfläche
im Betrieb ist zu klein und die
nächstgelegenen Deponien
befinden sich in Zams bzw.
Nassereith. So fallen auch viele
LKW-Fahrten an, die man durch
die eigene Deponie einsparen
könnte“, so Fiegl. Bedenken bezüglich Umweltschutz hält er
für gerechtfertigt, erklärt aber,
dass viele Maßnahmen ergriffen
werden, um die Belastungen so
gering wie möglich zu halten.
So wird auch kein Brecher zum
Einsatz kommen und die Zufahrt
zur Deponie erfolgt vom Firmengrundstück aus über vorhandene
Wege. Neben der Bundesstraße
wird ein Damm aufgeschüttet,
der als Lärm- und Sichtschutz
Rot eingekreist sieht man, welcher Bereich für die Aushubdeponie vorgesehen
ist.
dient. In der ersten der rund 20
Jahre dauernden Betriebsphase
sollen auf rund 5000 m² in der
ebenen Fläche vom Mühlbach
Richtung Ötztalerhöhe rund 50
000 m³ Kies bzw. Sand entnommen werden, um Platz für das
Deponiematerial zu schaffen. Das
Dorfbachl nach Ötztal Bahnhof,
welches derzeit im Hang verläuft,
wird einige Meter nach Osten
verlegt und bleibt schlussendlich als offenes Gerinne erhalten.
Anschließend wird etwa sechs
Jahre lang diese Deponie befüllt
und schrittweise auf die vorgesehene Restfläche erweitert, bis
auf insgesamt 1,5 Hektar rund
212.000m³ Material eingebaut
worden sind. Stufenweise wird
auch die Begrünung und Wiederaufforstung betrieben.
(Text: erfö; Foto: Fa. Fiegl Tiefbau)
Ein Blick in den Wald
Die Arbeit der Waldaufseher
S
eit jeher ist das Wohlergehen
der Tiroler Bevölkerung eng mit
dem Zustand des Waldes verbunden, so auch in unserer Gemeinde.
Der zunehmende Schadholzanteil,
Streitigkeiten im Bereich der Waldteile sowie die Sorge um die Erhaltung der Jagden, waren für die Bestellung eines Waldaufsehers für
die Gemeinden maßgebend. Erste
Aufzeichnungen hierüber führen
auf das Jahr 1850 zurück.
Damals schon wurden Pläne mittels Handskizzen und Naturaufnahmen erstellt, die heute noch
Gültigkeit haben. Sämtliche dieser
Aufzeichnungen wurden protokol-
liert und sind in einem Waldbuch
zusammen gefasst, das vom eingesetzten Waldorgan verwaltet wird.
Das Gemeindegebiet Haiming
umfasst 40,22 Hektar Grundfläche. Von dieser Grundfläche sind
24,37 Hektar Wald, die zu betreuen
sind. Die Waldflächen am Talboden, auf Simmeringerseite und am
Haimingerberg werden von Harald
Stigger betreut und verwaltet. Für
die Waldflächen in Ochsengarten
ist Manfred Haselwanter zuständig.
Haiming Talboden, Simmering
und Haimingerberg weisen eine
Besonderheit in Tirol auf, d [