Rucksackpack_Das Magazin für Backpacker Das Backpacker-Magazin | Page 78
aber es schuf Optimismus. Ein Freund –
ein großer Romantiker (ja es war der
An diesem Tag wanderten wir also
James Joyce Fan) - wollte unbedingt
fröhlich singend weiter und landeten auf
draußen am Feuer im Schlafsack
einer eingezäunten Wiese. Was half es
übernachten, worauf hin ich und meine
schon: Drübersteigen und weiter. Dies
Freundin alleine im Zelt waren.
erwies sich als gar nicht so einfach. Ein
Worüber wir erst froh waren – keine
Stück Hosenboden musste daran
Käsefüße und kein Schnarchen in dieser
glauben und beinahe auch wir selbst.
Nacht – entpuppte sich bald als großer
Denn der Bauer erwischte uns und
Reinfall. Anscheinend war unser
drohte, seine Schrotflinte zu holen,
Kumpel die größte Wärmequelle im Zelt
wenn wir seinen Zaun beschädigten!
gewesen! Wir froren erbärmlich und
Nun nichts wie weg hier. Vor lauter
wickelten uns sogar in die silbern
Schreck liefen wir einfach geradeaus
raschelnde Rescue-Decke ein. Am
weiter, einen sehr schönen Holzpfad
nächsten Morgen traute ich mich fast
entlang durch die Natur – das gefiel mir
nicht, nach unserem Freund zu sehen:
schon besser! Leider bemerkten wir
hoffentlich war er nicht schon
nach einiger Zeit, dass wir in die falsche
steifgefroren?!
Richtung gewandert waren und mussten
alles wieder zurücklaufen.
Aber nein, da lag er selig schlafend –
seine innere Körperwärme schien enorm
zu sein - aber vielleicht hatte ihn ja
etwas anderes gewärmt, denn neben
seinem Kopf lag ein riesiger Hügel
Schafskot! Trotz allem hatte er jedoch
eine bessere und wärmere Nacht
verbracht als wir.
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