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Fazit

Überaus positiv schaue ich auf das BasicStudio Upcycling zurück . Es zeigte mir erstmals auf , was es bedeutet mit einem historischen Bestand zu arbeiten . Da ich selber in einem historischen Bau aufgewachsen bin , ist meine Faszination diesbezüglich seit lämgerem schon gross . Nun betrachte ich historische Bauten aber aus einem neuen Blickwinkel . Einige Konstruktionstypen kann ich in groben Zügen lesen und verstehen . Auch die vielseitigen Inputfächer waren informativ und hilfreich für den Entwurf . Die Entwurfsaufgabe , eine vertikale Raumabfolge in das Gebäude zu implementieren war spannend und lehrreich zugleich . In den ersten Wochen war ich jedoch aufgrund der mir fremden Herangehensweise verunsichert . Wir mussten nämlich unseren persönlichen Gegenstand erforschen und daraus einen Raum entwickeln , ohne das Obermeisterhaus bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt gesehen zu haben . Zum guten Glück kam Anna Hilti zu diesem Zeitpunkt . Sie bewies uns in ihrem Inputfach , dass man aus jeglichen Gegenständen Produkte und Gebäude entwerfen kann . So sagte ich mir , dass das auch mit meinem Wasserhahn funktionieren muss und machte mich an die Arbeit . Herausgekommen ist der Spazio Scorrente , was übersetzt der fliessende Raum bedeutet . Ich bin vom Konzept bis zur Formfindung durchaus zufrieden mit meiner vertikalen Raumabfolge . Auch das dazugehörige Raumprogramm gefällt mir gut . Ich versuchte das erarbeitete Wissen miteinfliessen zu lassen und hinterfragte und kritisierte meinen Entwurf immer wieder selbst . Wichtig dabei zu erwähnen ist auch die sehr gute und lehrreiche Zusammenarbeit mit den beiden Entwurfsdozenten Uli Mayer und Dieter Jüngling sowie einem regen Austausch unter uns Studenten . Sie haben mich herausgefordert und gefördert , was massgebend zu diesem Resultat beigetragen hat . Auch meiner Familie und den vielen Kolleginnen und Kollegen , die mich in diesen turbulenten Zeiten unterstützt haben , möchte ich danken . Als Selbstkritik habe ich nichts desto trotz einige Dinge anzumerken . Die Grundrisse des Obermeisterhauses entsprechen wirklich nur grob dem Bestand . Hier wäre wirklich mehr Perfektion von mir wie aber auch vom ganzen Studio wünschenswert gewesen . Des Weiteren entspricht das äussere Erscheinungsbild nicht meinen Vorstellungen . In der Vertikalen Raumabfolge sind vor allem bei der Brüstungsform einige unschöne und unsorgfältig überlegte Stellen entstanden . Hier gäbe es noch Verbesserungspotenzial . Rückblickend kann ich sagen , dass das BasicStudio Upcycling trotz coronabedingter Umstände sehr lehrreich für mich war . Ich freue mich auf die weiteren Semester an der Universität Liechtenstein , um weitere grosse Fortschritte in Bezug auf Architektur und Raumentwicklung zu erzielen .
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