Permanentes Provisorium 200120-Bachelorthesis Simon Egger | Page 82

und hatte PVC-Rohre entgegengenommen , welche zur Wiederinbetriebnahme der Wasserleitungen gedacht war . Für die Verlegung müssen erst Löcher gebort werden . Der nötige Aufwand für die Verlegung war nicht bewusst . Ausser mir war bislang nur eine hochschwangere Triesnerin vor Ort , die zwar motiviert war und anpacken wollte , was sich aber als nicht ganz leicht herausstellte . Max erklärte ihre Tätigkeiten jeweils für nichtig , nachdem ich sie ihr aufgetragen hatte . So fehlte etwas die Koordination und ein gewisser Druck baute sich auf , nachdem bis 10 Uhr die Räumlichkeiten , in dem das Café entstehen sollte , noch genau gleich ausschaute , wie zwei Stunden davor . Doch die Helfer kamen und es ging voran . Der 1963 als Autoausstellungsraum konzipierte und völlig zugestellte Raum wurde von Möbeln , einer Fahrzeugkarosserie und unzähligen Materialien befreit und konnte allmählich geputzt werden . Zwischenzeitlich schneite Jürgen Kindle vom Radio L herein und wollte ein Interview . Wir seien unglaubliche Optimisten meinte er , als er erfuhr , dass es am darauf folgenden Tag schon losgehen sollte . Am Mittag war der
Raum leergeräumt . Wasser hatten wir noch keines . Heizung hatten wir noch keine . Es war tatsächlich noch viel zu tun .
Doch der Nachmittag begann vielversprechend : Von Gassner Bau erhielten wir einen mobilen Heizer und für den weiteren Transport konnten wir von der Heideggergarage ein Kleinbus ausleihen .
Wie auch auf Baustellen schallte Musik durch die Räume . Doch kaum waren die ersten Sessel und Stühle platziert , begann der Raum ganz anders zu sprechen . Man fühlte , dass eine neue Nutzung sich breit macht . Plfanzen und Dekor veränderten die Atmosphäre gänzlich . Bis die Bar aufgebaut , Bühne , Lichter und Lampen installiert waren , dauerte es . Langsam aber sicher , spätestens als wir um 23:00 Uhr die Türen des Gebäudes das erste Mal abschlossen , war das Café langsam da .
Am ersten Tag stellten wir rasch die Fehlplanung unserer Öffnungszeiten fest . Pünktlich um 9 Uhr kamen Bauarbeiter und fragten , ob man hier einen Kaffee trinken könne . Der