New Wave Switzerland Cottover_ss_18_catalogue DE_CHF - Page 25

Lieferanten an, ihrem Beispiel zu folgen. Bangladesch ist stark von seiner Textilindustrie abhängig. Diese Industrie stellt ca. 80% der Exporterlöse dar und beschäftigt um die 4 Millionen Menschen. Wenn sich die positive Entwicklung auf dem Weltmarkt ungebrochen fortsetzt, könnte diese Industrie in 20 Jahren weitere 15 Millionen Menschen beschäftigen. Davon ausgehend, dass diese Prognose korrekt ist, könnte Bangladesch bis 2021 zu den Ländern mit mittlerem Einkommen gehören. Dies ist im Kampf gegen Armut ein äusserst wichtiges Ziel. Kann es wirklich nachhaltigen Konsum geben? Konsum ist eine Voraussetzung für Handel und daher grundsätzlich positiv. Konsum ist notwendig für unsere Wirtschaft, für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für den Wohlstand. Ein Rückgang der extremen Armut wurde fast ausschliesslich in Ländern festgestellt, die dank Handel und Zuzug internationaler Unternehmen mit der restlichen Welt vernetzt sind. Und fast alle Länder, denen in der Neuzeit der Schritt von der Armut zur Industrialisierung gelungen ist, taten dies mit der Unterstützung der Textilindustrie. Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) ist die Textil- und Bekleidungsindustrie in der Weltwirtschaft aufgrund ihrer Fähigkeit, Ländern zu Entwicklung zu verhelfen, einzigartig. Gleichzeitig muss der Handel fair sein, um zu einer positiven Entwicklung zu führen. Hier kommen die Konsumenten und Kunden ins Spiel. Mit unserem Portemonnaie können wir uns für nachhaltige Produkte und einen verantwortungsvollen Handel entscheiden. Mit unserer Kaufkraft können wir positive Veränderungen hervorrufen. Mit anderen Worten: bewusster Konsum führt zu nachhaltiger Entwicklung. Weshalb sind Zertifizierungen durch Dritte so wichtig? Für den Normalverbraucher ist es nicht einfach zu wissen, was er kauft oder wie ein Produkt hergestellt wurde. Sogar für Lieferanten kann es schwierig sein, alle Etappen der Versorgungskette zu kennen, weil diese Kette in der Regel aus zahlreichen unterschiedlichen Gliedern besteht. Die Zertifizierung durch Dritte und die Vergabe von Labels schaffen zuverlässige Richtlinien für Hersteller und für Konsumenten. Die Zertifizierung durch Dritte bedeutet: - Eine vollständige Rückverfolgbarkeit von der Textilfaser bis zum Kleidungsstück. Alle Glieder der Versorgungskette sind dokumentiert! - Untersuchungen und Prüfungen – durch eine unabhängige Stelle – um die Erfüllung der Anforderungen zu gewährleisten. - Jährliche Besuche und Inspektionen, um sicherzustellen, dass die Lieferanten die Anforderungen einhalten. - Auf dem Markt anerkannte Label, die dem Konsumenten dabei helfen, problemlos nachhaltige Produkte zu finden. Weshalb ist Fairtrade zertifizierte Baumwolle wichtig? Baumwolle wird auch „weisses Gold“ genannt, weil sie in 70 Ländern eine Einkommensquelle für ca. 100 Millionen Haushalte darstellt. Es ist aber nicht immer einfach, Baumwollproduzent zu sein. Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt ist hart, der Baumwollpreis ist in den letzten Jahrzehnten stark gesunken. Damit gehen ernsthafte Schwierigkeiten für die Baumwollproduzenten in Entwicklungsländern einher, die nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, um gegenüber stark subventionierter Baumwolle aus wohlhabenderen Ländern wie den USA konkurrenzfähig zu sein. Fairtrade legt Kriterien fest, die den Produzenten einen Mindestpreis garantieren, mit dem sie die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken können. Ausserdem erhält der Produzent eine Prämie, die für die Entwicklung der lokalen Gemeinschaft eingesetzt werden muss, zum Beispiel für den Bau einer neuen Schule. Fairtrade stellt für die Produzenten mit niedrigen Margen eine Sicherheit dar. Jedes Mal, wenn Sie ein Produkt aus Fairtrade zertifizierter Baumwolle wählen, tragen Sie dazu bei, die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Produzenten zu verbessern. Cottover verwendet ausschliesslich Fairtrade zertifizierte Baumwolle! Wie wird die Herstellung von Baumwolle kontrolliert? Kann man der Zertifizierung vertrauen? Zum Erreichen einer Fairtrade Zertifizierung für Baumwolle muss jeder Lieferant der Zulieferkette von Flocert (einer unabhängigen Zertifizierungsstelle) zertifiziert sein. Um die Akkreditierung zu behalten, werden die Inspektionen jedes Jahr wiederholt. Ausserdem wird bei jedem Transport der Baumwolle oder des Materials innerhalb der Zulieferkette ein Nachverfolgungsdokument, ein so genanntes Transaktionszertifikat erstellt. Auf diese Weise kann die Zertifizierungsstelle den Warenfluss der Bio-Baumwolle überwachen, d.h. die Menge, die beim Lieferanten ein- und ausgeht. Und die Zahlen müssen übereinstimmen. Die Firma Textilgrossisten Hefa AB, Inhaberin der Marke Cottover und zugehörig zu New Wave Group, wurde ebenfalls Inspektionen im Hinblick auf die Nachverfolgung der Baumwolle unterzogen. Als Anbieter der Marke Cottover in der Schweiz musste New Wave Group SA ebenfalls den Anforderungen des Labels GOTS gerecht werden, um die Handelsgenehmigung von Cottover für die Schweiz erlangen zu können. New Wave Group SA ist Bestandteil der Zulieferkette und wurde dementsprechend von der unabhängigen Organisation CEREC (Coalition for Environmentally Responsible Economies) geprüft, um die Zertifizierung zu erlangen und so eines der wenigen zur Zeit GOTS zertifizierten Schweizer Textilunternehmen zu werden.