MISS-INTERPRETED BLOGAZIN 2015 & 2016 | Page 22

“ björn borg always went his own way. he gave short answers to long questions. he had long hair in a short hair sport. and he worked harder than anyone else to become the star he became. he is the original game changer.”

Ziemlich zeitgleich stiegen zwei Unternehmen in den 80er Jahren in die Unterwäsche-Industrie ein: Calvin Klein und BJÖRN BORG. Klar ist, keiner von beiden hat das berühmte, minimalistische logo on waistband Design erfunden und somit war keiner dem anderen automatisch überlegen. Aber die beiden Unternehmen haben sich unterschiedlich entwickelt und sind verschieden mit dem Design umgegangen. Wobei Calvin Klein offensichtlich die bessere Marketingstrategie verfolgte. Die bessere? Ne, die kommerziellere- inklusive Knackarsch von Beckham. Ich habe mich noch nie mit Calvin Klein identifizieren können. Ich verstehe den Trend und ich mag es das Zeug auf Instagram anzuschauen, aber die Marke an sich spricht mich nicht unbedingt an, vielleicht gerade weil man sie im Moment überall sieht. Als ich vergangene Woche nach einem langen Tag mehr aus Frust als allem anderen durch asos scrollte und mir unter anderem die neusten additions in der Lingerieabteilung anschaute, stieß ich immer wieder auf das gleiche Design. Calvin Klein, Jack Wills, Armani, Tommy Hilfiger und eine schräg klingende, offensichtlich skandinavische Marke. Mein erster Gedanke war“ wtf, möchtest du den Namen wirklich auf deiner Unterwäsche stehen haben? Meinst du das turnt den nächsten Typen an, der bei dir im Bett landet?” Davon abgesehen, dass man sein Kaufverhalten was Unterwäsche angeht prinzipiell nicht nach Männern( oder Frauen) richten sollte, sondern nur nach dem was einem selber gefällt- ist es doch egal, ob da Björn oder Calvin drauf steht, Borg oder Klein. Der Name blieb auf jeden Fall in meinem Kopf und wenige Stunden später fand ich mich auf der Internetseite wieder und verliebte mich ein bisschen in die Philosophie der Marke, ja auch in das Screendesign, in die Inspiration, die eben bei einer Sportikone aus den 70er Jahren liegt, und natürlich in den skandinavischen vibe. Und dann hat BJÖRN BORG das geschafft, was Calvin nicht hinbekommen hat: add to shopping bag.