Sache. Dennoch arbeite ich seit geraumer Zeit einige Prinzipien der Capsule Wardrobe ganz bewusst in mein Shopping- Verhalten, wie auch in meine alltägliche Organisation des Kleiderschranks ein.- Offener Kleiderschrank: Für die längste Zeit hatte ich Kleiderschränke mit Fächern und Schubladen. Eine großartige Erfindung, denn dort kann man zerknitterte Shirts einfach reinschmeißen ohne das es irgendjemand sieht. Vorausgesetzt niemand macht die Türen auf … Für mich funktioniert ein offener Kleiderschrank in Form von einer Kleiderstange einfach besser. Es ist alles immer on display und es entsteht langsamer Unordnung, denn: es gibt kein Verstecken mehr! Lediglich Unterwäsche und Hosen finden in meiner Kommode Platz und einige Schuhe sind im Schuhschrank untergebracht. Da ich gemäß der Capsule Wardrobe nicht unglaublich viele Einzelteile besitze macht es für mich keinen Sinn nach Art( Shirt, Pullover …) und dann erst nach Farbe zu sortieren. Ich hänge direkt nach Farbe auf, da ich in meinem Kopf einen guten Überblick über meine Besitztümer habe und mich meistens sowieso nach Farben anziehe. Außerdem sieht das einfach schön aus.
- Planen: Ich möchte niemanden, auch nicht mir selber, denn Freitagnachmittag in der Shoppingmall mit Freunden im Zusammenhang mit Spontankäufen verbieten. Aber es macht durchaus Sinn sich vorher zu überlegen, was man wirklich braucht. Mittlerweile weiß ich ziemlich genau was an mir funktioniert, welche Teile sich zu absoluten Lieblingen entwickeln werden und umso wichtiger: was ein Fehlkauf wäre.
- Aussortieren: Auch wenn ihr schlau shoppt: Ab und an geht es ans Aussortieren. Schnitte sind aus der Mode, Farben funktionieren nicht mit der neuen Haarfarbe oder das Lieblingsteil passt einfach nicht mehr. Ich weiß, es tut weh den Schätzen auf nimmer Wiedersehen zu sagen. Es ist ein bisschen cheaten, aber ich bewahre Teile von denen ich mich nur schwer trennen kann erstmal gesondert in einem Schrank auf. Wenn ich sie nach ein paar Monaten nicht ein einziges Mal rausgekramt habe, dann werden sie verschenkt, gespendet oder verkauft.
- Essentials: In die sollte man einfach investieren. Schwarzes und weißes Shirt, eine elegantere, eine an den Knien zerrissene schwarze Hose, ein langer Rock, schwarzer und weißer Pullover, Lederjacke und Mantel. Sneaker und ein paar elegantere Schuhe. Theoretisch könnte ich nur damit auskommen. Alles andere ist zusätzlicher Luxus.
- Mix & Match: Eurer minimalistischer Kleiderschrank lebt von dieser Methode. Denn die wenigen Sachen müssen( fast) alle miteinander funktionieren können. Das fordert Wandlungsfähigkeit. Ein Croptop kann mit zerissener Hose und um die Hüfte gebundenen Hemd jedes Festival erobern, gepaired mit langem Rock und Heels aber perfekt in die Abendgarderobe einblenden. See where I’ m coming from?
- Farbenlehre: Ich lebe für schwarze und weiße Klamotten. Das macht natürlich alles etwas einfacher, denn so funktioniert eigentlich alles miteinander. Es gibt nur ein paar Farbakzente, die ich mir ab und an erlaube. Aber die richten sich ganz nach persönlichen Geschmack und nach dem, was mir steht: Denim, khaki, braun und ein bisschen bordeaux.