Israel at 70 (German) IsraelAt70-German | Page 9

zur Konfliktbewältigung einzugehen, aufgegeben – letzteres beispielsweise im Fall von Ägypten 1979, Jordanien 1994 oder dem einseitigen Abzug aus Gaza 2005 sowie unzweifelhaft eines zukünftigen Tages in einem Abkommen mit den Palästinensern, sollte deren Führung endlich bereit sein die Realität „Israel“ anzuerkennen, haben nie ihre Lebensfreude verloren und sich niemals von ihrer Überzeugung abbringen lassen einen dynamischen und demokratischen Staat zu errichten. “Diese Geschichte der Staatenbildung ist gänzlich ohne Präzedenzfall.” Ein Volk, das vor der völligen Vernichtung durch die massenmörderischen Praktiken Nazi-Deutschlands und seiner Verbündeten gestanden hatte. Ein Volk, das völlig machtlos gewesen war, die zum großen Teil gleichgültige Welt dahingehend zu beeinflussen, auf ein Ende oder eine Verlangsamung der „Endlösung“ hinzuwirken. Ein Volk einer Größe von gerade einmal 600.000, das Seite an Seite mit seinen oftmals feindseligen arabisch en Nachbarn unter mitleidsloser britischer Besatzung lebte, auf schroffem Boden ohne nennenswerte Bodenschätze außer Humankapital in dem damaligen Mandatsgebiet Palästina. Dass die blau-weiße Flagge eines unabhängigen Israels in diesem Land, mit dem das jüdische Volk seit der Zeit Abrahams aufs engste verbunden war, nur drei Jahre nach dem Holocaust gehisst werden konnte – und das mit der Zustimmung einer eindeutigen Mehrheit der damaligen UN Mitgliedsländer (33 dafür, 13 dagegen, 10 Enthaltungen) – übersteigt wahrlich das Vorstellungsvermögen. Und, dass diese kleine Gemeinschaft von Juden, 3