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Generationsunterschiede
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ist, dass es genau das zurückgeben wird, was du
hineingegeben hast. Du magst glauben, dass er sich dir
gegenüber loyal verhalten wird, weil er dein Sohn ist. Aber
nur, weil er dein Sohn ist, bedeutet das nicht, dass er sich
nicht gegen dich stellen wird. Die Seele wird niemals ein
Vater oder ein Sohn. Diese Beziehungen sind lediglich Konten
von Geben und Nehmen. Aber gehe jetzt nicht nach Hause
und erzähle deinem Vater, dass er nicht dein Vater ist. Im
weltlichen Sinne ist er immer noch dein Vater.
Alle Familienangehörigen sind vorübergehende
Anpassungen. Solange du dich ihnen anpasst, wird alles
gut sein. Deine Absicht sollte sein, die Beziehung zu erhalten,
auch wenn andere versuchen, sie zu zerstören. Versuche,
die Dinge so sicher und stabil zu halten, wie du kannst.
Aber wenn du spürst, dass deine Anstrengungen vergebens
sind, dann kannst du loslassen. Versuche, die Dinge
zusammenzuhalten, solange es geht.
In deinen weltlichen Interaktionen solltest du dich
so verhalten, als ob du ein Darsteller in einem Theaterstück
wärst. Du solltest innerlich von der Situation getrennt
bleiben. Tue alles, was du tun musst, aber ohne
emotionale Beteiligung. Eine Mutter, die ihr Kind herzlich
umarmt, mag das so lange tun, bis sie es fast erstickt,
und dann wird das Kind natürlich gereizt. Es sind die
Unwissenden, die so ein besitzergreifendes Verhalten an
den Tag legen. Der Gnani Purush dagegen bleibt von
allen weltlichen Interaktionen getrennt, deshalb ist jeder
glücklich bei ihm.
Aus der Sicht des Gnani handelt es sich um eine
weltliche Angelegenheit, wenn ein Mädchen heiratet, und
es handelt sich auch um eine weltliche Angelegenheit, wenn
sie Witwe wird. Es ist nicht real. Beide Situationen sind relativ,
und niemand besitzt die Fähigkeit, sie zu ändern. Menschen
winden sich in Qualen über den Tod ihres jungen
Schwiegersohnes. Sie geraten so außer sich, dass sie
medizinische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Alle diese
Emotionen und Reaktionen sind auf Anhaftung und Abscheu
zurückzuführen. Das alles geschieht, weil die Menschen das
weltliche Leben nicht als weltliches Leben verstanden