G20 Foundation Research Green Growth Forum Communique | Page 74

Beitrag zum Thema »Energiewende und Energieeffi zienz« Allgemeines Informationspapier Alexander Schiffl er Leipziger Institut für Energie GmbH N ach heutigen Erkenntnissen wird die Förderung von fossilen Energieträgern in ab- sehbarer Zeit enden, da fossile Lagerstätten nicht in un endlichem Maße vorhan- den sind. Selbst für den Fall, dass neue Vorkommen entdeckt werden, so ist die Förderung fossiler Brennstoff e auch an technische Grenzen gebunden. Aus den sich ab- zeichnenden endlichen fossilen Ressourcen ist die Energiewende ein notwendiger und zukunftsweisender Schritt für das Aufrechterhalten der Energieversorgung. Die Energiewende kann als Prozess des schrittweisen Ersetzens fossiler Energieträ- ger wie Erdöl, Kohle und Erdgas zur konventionellen Energiegewinnung durch erneu- erbare Energieträger mittels Bioenergie-, Geothermie-, Meeresenergie-, Solarenergie-, Wasserkraft- und Windenergienutzung verstanden werden. Für diesen Prozess ist eine nachhaltige Entwicklung der dafür notwendigen Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energieträger ebenso notwendig, wie der parallel dazu ressourcenschonende sowie ef- fi ziente Umgang mit Energie. Damit die globale Energiewende aber gelingen kann, sind alle Staaten aufgerufen, mittels entsprechender Energiepolitik Verantwortlichkeit zu zeigen und sich mit Hilfe von Wissenstransfers gegenseitig zu helfen. Die für die Ener- giewende notwendigen Technologien zur regenerativen Energieerzeugung sind bereits vorhanden und werden stets weiterentwickelt. Diese Technologien in vorhandene Energiemärkte zu integrieren, bedarf Regierungen, die im Zeichen des Dreiecks der Nachhaltigkeit handeln. Green Growth ist ein wirtschaft- licher Entwicklungspfad, der sowohl ökonomische wie ökologische Interessen gleicher- maßen verbindet. Green Growth fi ndet im Zuge der G20 Treff en immer mehr Beachtung. Unabhängig vom Einsatz erneuerbarer Energien Technologien bietet sich mittels Ener- gieeffi zienzmaßnahmen ein großes Potenzial für Energieeinsparungen, die unmittelbar mit der Energiewende einhergehen müssen. Mit Hilfe von Energieeffi zienzmaßnahmen lassen sich Energieeinsparungen in allen Verbrauchssektoren (private Haushalte, Indus- trie, Gewerbe-Handel-Dienstleistung, kurz GHD, Verkehr und öff entlicher Hand) auf der Nachfrageseite erzielen. Bei der Erarbeitung und Ergebnisauswertung von Energie- und Klimaschutzkonzepten, die im Auftrag von Städten, Gemeinden oder Landkreisen erstellt wurden, zeigen sich unterschiedlich hohe Potenziale zur Energieeinsparung der einzelnen Verbrauchssekto- ren mittels Energieeffi zienzmaßnahmen bei unterschiedlichem Ausgangsniveau. Mittels vorgeschlagener Energieeffi zienzmaßnahmen lassen sich innerhalb eines bestimmten Betrachtungszeitraums Energieeinsparungen für Wärme- und Stromanwendungen er- zielen. 72