G20 Foundation Research Green Growth Forum Communique | Page 53

Um dies zu ermöglichen, verfügt das Sonnenschiff u. a. über folgende innovative techno- logische Merkmale: •  große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach • Wärmeschutz mittels Vakuum-Isolations-Paneelen • Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung • Nachtlüftungssystem und dadurch Verzicht auf eine Klimaanlage Den saisonal verbleibenden geringen Energiebedarf für die Heizung bezieht das Öko-In- stitut ausschließlich aus regenerativen Energiequellen: Hierfür werden Holzabfälle aus dem Schwarzwald im nahe gelegenen Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk verbrannt. Jenseits der Klimaschutzaspekte wurde zusätzlich auch bewusst auf die Verwendung schadstoffarmer und regionaler Baustoffe (z. B. Verzicht auf PVC-Abwasserrohre, Ein- satz von einheimischen Hölzern) geachtet. Damit haben wir beim Öko-Institut unsere Vision von einem ökologischen Büro ver- wirklicht und leben seit nunmehr acht Jahren die Energiewende. Auf Initiative des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) wurde im Frühjahr 2010 das von den Verbänden der Agrar- und Biokraftstoffwirtschaft getragene Zertifizierungssystem »REDcert GmbH« (www.redcert.de) gegründet. Durch das Engagement der Verbände konnte in wenigen Monaten ein leistungsfähiges System für die Praxis zur Umsetzung der Vorgaben der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie aufgebaut werden. Aufgrund ihres Engagements haben die Verbände in hohem Maße dazu beigetragen, dass die europä- ischen Vorgaben in Deutschland fristgerecht in die Praxis umgesetzt werden konnten. Gegenwärtig befasst sich REDcert mit zahlreichen strategischen Fragen hinsichtlich der Weiterentwicklung der nachhaltigen Produktion im Biokraftstoffbereich. Beispiel Raiffeisen Nachhaltiger Zuckerrübenanbau durch Wissensplattformen von Industrie, Landwirten und Wissenschaft; geben Empfehlungen zu zentralen Themen des Anbaus, z. B. Varietä- ten, Düngung, Pflanzenschutz, mit sehr vielen positiven Effekten für die Natur/Umwelt; die erarbeiteten Empfehlungen werden dann über unterschiedliche Kommunikations- kanäle, z. B. Workshops, E-Mails, SMS oder im Internet an die Landwirte weitergegeben. Komplette Nutzung und Vermarktung der Nebenprodukte; in den Zuckerfabriken wird fast kein Abfall erzeugt, alle Nebenprodukte wie Melasse oder Rübenschnitzel werden weiter vermarktet als Futtermittel, Dünger, Grundstoff für die Stärkeindustrie, etc. Beispiel Südzucker Green Growth Forum | Kommuniqué | Nachhaltige Entwicklung 51