Ergebnisse der Diskussion im Workshop Arbeitsgruppe » Nachhaltige Entwicklung «
Es braucht die vollumfängliche Internalisierung der externalisierten Folgekosten von Wirtschaftsaktivitäten zum Schutz der globalen Gemeingüter.
Die vergangene und gegenwärtig fortwirkende Externalisierung zerstört diese Lebensgrundlagen. Um die Zukunftsfähigkeit von Wohlfahrt und Lebensqualität sowie der Produktionsgrundlagen für Wirtschaft und Menschen zu sichern, ist die Integrität der Gemeingüter Grundvoraussetzung.
Die Steigerung der Effizienzen in der stofflichen und energetischen Nutzung dieser Gemeingüter, die Schließung der stofflichen und energetischen Kreisläufe und der Schutz der ökologischen und kulturellen Diversität müssen Grundlagen wirtschaftlichen und staatlichen Handelns sein. Sie sollten in allen unternehmerischen, politischen und zivilgesellschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Präambel
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Die finanzielle Bilanzierung reicht nicht mehr aus, um die Performance eines Unternehmens zu bewerten. Ökologische, soziale und kulturelle Aspekte müssen zukünftig Berücksichtigung finden. In diesem Kontext ist eine Ökobilanzierung – die Folgekosten einrechnet – für die Zukunft auf G20 Ebene erforderlich. Eine transparente Regulierung muss alle Mitgliedsstaaten umfassen, beispielsweise im Rahmen einer internationalen Clearingstelle, gemeinsamer Budgetierung( einheitlicher Preis für festgelegte Einheit) und einer harmonisierten Regulierung der Bepreisung( Kriterien als Zielkorridor, begrenzte Güter, derzeit Cap dynamisch). Für die Effektivität der Methode der Ökobilanzierung spielt vor allem Verbindlichkeit sowohl auf unternehmerischer als auch auf staatlicher Ebene eine herausragende Rolle. Zusammenfassend muss eine Ökobilanzierung ein standardisiertes Verfahren innerhalb eines verbindlichen regulatorischen Rahmens etablieren. Strittig blieben in der Gruppe Mechanismen zur Sanktion und Einpreisung. Dies stellt ein Problem dar, das in Zukunft zu lösen sein wird.
Die Budgetierung der ökologischen Kapazitäten erfordert die Definition von Leitplanken sowie die Implementierung in internationalem Rahmen( WTO, EU etc.)
Wir unterstreichen die Notwendigkeit für einen Kulturwandel hin zu nachhaltigen Konsummustern und Lebensstilen. Wir fordern die Regierungen der G20 Staaten auf, hierzu Maßnahmen zu ergreifen und zivilgesellschaftliche Akteure zu unterstützen.
Wir wünschen uns eine stärkere Rolle von NGOs und Akteuren der Zivilgesellschaft bei der Verbreitung des Bewusstseins für eine nachhaltige Entwicklung sowie in der Funktion als Kontrollinstanz.
Green Growth Forum | Kommuniqué | Nachhaltige Entwicklung 35