FahrRad 2/2015 | Page 24

Tourentipp J enseits ihrer Quellzuflüsse auf der Paderborner Hochfläche ist die Lippe ein typischer Flachlandfluss, der mal begradigt, mal natürlich gewunden mit meist langsamem Tempo seinen Weg nach Westen sucht. Spätestens seit die Römer den Germanen vor gut 2000 Jahren auf den Fersen waren, beeinflusste der Mensch den Lauf des Flusses, zunächst nur stellenweise, spätestens im 1 8. Jahrhundert dann über viele Kilometer und von Grund auf. Triebfeder für diese Maßnahmen war vor allem der Rastplatz auf dem Lippedamm bei Alstedde (Station 11) Wunsch, die oft flache und mäandrieren- gen sich unter dem Einfluss des Mende Lippe besser schiffbar zu machen. schen ständig verändern. Heute ist ein Später führte der Hochwasserschutz zu großer Teil der Lippeaue als Fauna-Floraradikalen Umbauten. Nicht nur Städte Habitat (FFH) eingestuft und damit beentwickelten sich an der Lippe; auch viele sonders schützenswert. Mühlen, Burgen und Industriebetriebe All diese und weitere Facetten der Entwären ohne den Fluss nie entstanden. wicklung der Lippe können nun exemplaDie Lippe mit ihrer Aue war und ist zu- risch im Stadtgebiet Lünens aufeinem 1 8 gleich Heimat für unzählige Tier- und km langen Rundweg erfahren werden, ofPflanzenarten, deren Lebensbedingun- fiziell eröffnet am 1 0. Mai 201 5. Im Rahmen des Projekts „Natur- und Kulturlandschaftserlebnis Lüner Lippeaue“ wurden dazu entlang der Route 1 6 „Erlebnisstationen“ installiert. Blickfang ist an allen Stationen jeweils ein zwei Meter hoher „Zeitpegel“. Eine Zeitskala an dessen Vorderseite informiert über historische Ereignisse rund um ein wichtiges Datum mit Bezug zum Standort, zum Beispiel ein Baujahr. Auf den anderen Seiten der Stele Zeitpegel und Installation am Stauwehr Beckinghausen (Station 01) 24 FahrRad Herbst 201 5