FahrRad 1/2014 | Page 55

ADFC NRW Ein Highlight war das „Still­ Leben“ im Rahmen der „Kul­ turhauptstadt 2010 Ruhrge­ biet“. Bei diesem Volksfest auf der gesperrten A 40 präsen­ tierte sich der ADFC an sieben Stationen mit dem „längsten Fahrradmuseum der Welt“ vor rund einer Million Radfahrern. In dieser Zeit entwickelte sich der ADFC NRW von ei­ nem Projektträger zur starken Lobby für das Rad. Er ist in Radverkehrsnetz NRW, ein Meilenstein den landesweiten Medien der ADFC für die Landesregierung eine präsent. In der Landesregierung und den Entwicklungsagentur für Fahrradstatio­ Landtagsfraktionen, aber auch bei den nen auf, die acht Jahre lang Kommunen großen Verbänden und Organisationen und Betreiber bei der Errichtung von nimmt er Einfluss und wirbt für das Rad­ Fahrradstationen beraten hat. Sie hat die fahren. So gab er auch den Anstoß für die ADFC NRW­eigene Qualitätsmarke Entwicklung eines Radschnellwege­Pro­ „Radstation“ entwickelt, unter der die gramms in NRW. Begleitet vom ADFC meisten Fahrradstationen in NRW (und wurden Standards entwickelt und ein Pla­ einige außerhalb) laufen. Das Ergebnis nungswettbewerb für fünf Radschnell­ ist respektabel: 70 Fahrradstationen; das weg­Projekte durchgeführt. Etwa ab 2016 sind rund zwei Drittel aller Stationen bun­ können die ersten Radschnellwege ihren desweit, stehen in NRW. Betrieb aufnehmen. Der ADFC NRW Die vielen Projekte hatten die Landes­ wirbt dafür, ein landesweites Netz von geschäftsstelle ab Mitte der 90er Jahre Radschnellwegen aufzubauen. Sie sollen stark anwachsen lassen. Kürzungen bei als Landesradwege analog zu den Lan­ der Projektförderung und schlecht gelau­ desstraßen finanziert und betrieben wer­ fene Projekte stürzten den ADFC NRW den und die kommunalen Netze mitein­ Ende des Jahrtausends in eine schwere ander verbinden. Finanzkrise. Nach einem schmerzhaften Mit über 32