Edelstahl Aktuell November 2025 | Page 39

BRANCHENNEWS

ANDRITZ Schuler demonstriert Hochleistungs-Ringwalze in Erfurt

ANDRITZ Schuler hat am Standort Erfurt eine innovative Ringwalze für einen Hersteller von Eisenbahnrädern präsentiert. Die Anlage kann laut Pressemitteilung Ringe mit einem Durchmesser von bis zu 2.000 mm und einer Höhe von bis zu 400 mm fertigen. Die Inbetriebnahme beim Kunden in Kasachstan sei für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Die gesamte Produktionslinie umfasse neben der Ringwalze unter anderem einen Drehherdofen zur Erwärmung der Rohlinge, Schmiederoboter zur Automation, eine vorgelagerte 10.000-t-Presse zur Herstellung der Ringvorform, eine Markierpresse, zwei Lasermesseinheiten, eine
1000 t starke Freiformschmiedepresse zur Fertigung der Eisenbahnachsen sowie die Wärmebehandlung für die verschiedenen Produkte. Alle relevanten Produktionsdaten würden mit der Automatisierungsund Digitalisierungslösung Metris Track and Trace dokumentiert und stünden zur Auswertung und Produktionsoptimierung zur Verfügung. Bei der Anlage wirken eine Radialkraft von 200 t und eine Axialkraft von 160 t, wodurch aus einer glühenden Ringvorform ein Radreifen gewalzt wird. Dabei entsteht auf der Außenfläche das Eisenbahnradprofil inklusive Spurkranz. Eine Besonderheit der Ringwalze von ANDRITZ Schuler: Das Oberlager der
Mit der Anlage lassen sich Ringe mit einem Durchmesser von bis zu 2.000 mm und einer Höhe von bis zu 400 mm walzen. Foto: ANDRITZ Schuler
Dornwalze lässt sich nach Unternehmensangaben in verschiedenen Höhen arretieren. Dadurch seien Dorne verschiedener Länge einsetzbar, die sich auf die jeweilige Ringhöhe ideal anpassen ließen. Aus diesem Grund könnten dünne und kurze Dorne bei gleichzeitig großen Walzkräften verwendet werden.

Joint Venture OQTO-X soll Energiekosten für Unternehmen senken

Octopus Energy Generation und die Energiequelle GmbH haben das Joint Venture OQTO-X gegründet, laut Pressemitteilung mit dem Ziel, die Energiekosten und CO 2
- Emissionen gewerblicher und industrieller Unternehmen in Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien zu senken. OQTO-X werde Unternehmen bei der Planung, Installation und Finanzierung von Solaranlagen und Großbatterien unterstützen und dabei helfen, die erzeugte Energie effizient zu verwalten. Ziel sei es, bis 2030 rund 200 Millionen Euro über Octopus’ Sky Fund zu investieren, um industrielle
CO 2
-Emissionen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Energiekosten zu senken. Deutschland zählt nach Unternehmensangaben mit seinen energieintensiven Branchen wie Chemie, Metall und Stahl zu den größten industriellen Verursachern von Treibhausgasen in Europa. Mit über 1,7 GW an erneuerbaren Energieprojekten weltweit sei Energiequelle ein wichtiges deutsches Unternehmen für den Ausbau erneuerbarer Energien. Für Octopus Energy sei Deutschland nach Großbritannien der zweitgrößte Markt. Über den Erzeugungsarm des Unternehmens würden bereits mehr als 3,3 GW an Solar- und Windprojekten in Deutschland betrieben. Insgesamt plane Octopus Energy, innerhalb der nächsten Jahre rund 1 Milliarde Euro in erneuerbare Energien in Deutschland zu investieren, um die Energiewende zu beschleunigen.
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EDELSTAHL AKTUELL | AUSGABE 8 | NOVEMBER 2025 37