Salzgitter Mannesmann Stahlhandel verkauft Edelstahlrohrgeschäft an Schierle Siyaya GmbH
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Höver & Sohn investiert in energieeffiziente Wärmebehandlung
Die Übernahme umfasst Einkauf und Vertrieb von Edelstahlrohren und Hohlprofilen. Foto: Schierle Siyaya GmbH
Die Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH hat das Geschäftsfeld Edelstahlrohre an die Schierle Siyaya GmbH veräußert. Die Transaktion umfasst laut Pressemitteilung den Einkauf und den Vertrieb von nahtlosen und geschweißten Edelstahlrohren sowie Edelstahl-Hohlprofilen. Mit dem Erwerb des Edelstahlrohrsegments baue die Schierle Siyaya GmbH ihre Position als Anbieter von hochwertigen Rohrlösungen für anspruchsvolle Anwendungen weiter aus. Schierle Siyaya sei 2025 von Marc Schürmann als nächstes Kapitel der langjährigen Schierle-Tradition gegründet worden. Aufbauend auf dem Erbe, das 1955 von Eduard Schierle begründet wurde, knüpfe das Unternehmen an jahrzehntelange Erfahrung im Handel und in der Bearbeitung von Stahl an.
Heute konzentriert sich Schierle Siyaya auf nahtlose Edelstahlrohre und verbindet nach Unternehmensangaben bewährte Verlässlichkeit und Flexibilität mit einem modernen Ansatz in Beschaffung und Verarbeitung. Der Geist von Schierles Präzision in Zylinderrohren und Kolbenstangen lebe in den Aktivitäten von Schierle Siyaya weiter – und sichere so die Kontinuität höchster Qualität, während das Unternehmen den Weg in eine neue Ära beschreitet. Das Unternehmen übernehme den gesamten Produktbestand, die technischen Anlagen sowie die Belegschaft des Geschäftsfelds Edelstahlrohre der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH. Dadurch bleibe die Kontinuität in der Kundenbetreuung und die zuverlässige Versorgung mit Edelstahlrohren gewährleistet.
Die Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG investiert am Standort Lindlar in neue Hochleistungsöfen zur Wärmebehandlung von Schmiede- und Ringwalzprodukten. Mit der Modernisierung reagiert das Unternehmen laut Pressemitteilung auf gestiegene Anforderungen bei Energieeffizienz, Prozessgenauigkeit und Produktqualität. Die neuen Anlagen ermöglichten eine präzise Temperaturführung und eine homogene Wärmeverteilung im gesamten Chargenraum. Dadurch lasse sich die Materialbehandlung noch gezielter steuern, was zu reproduzierbaren Eigenschaften und einer kon- stant hohen Produktqualität führe. Gleichzeitig reduziere sich der Energieverbrauch deutlich – ein Aspekt, der auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele von Höver & Sohn zunehmend an Bedeutung gewinne. „ Die neuen Öfen sind ein wichtiger Schritt, um unsere Fertigung zukunftssicher aufzustellen“, so Gesamtvertriebsleiter Marcus Kramer. „ Wir kombinieren Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung mit einer spürbaren Reduktion des Energieeinsatzes. Damit schaffen wir die Grundlage, unseren Kunden auch künf-
Die neuen Öfen sorgen für präzise Temperaturführung und gleichmäßige Wärmeverteilung. Foto: Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG
tig hochwertige Produkte mit hoher Liefertreue anbieten zu können.“ Mit der Investition stärke Höver & Sohn seine Position als zuverlässiger Partner für anspruchsvolle Schmiede- und Ringwalzprodukte. Das Unternehmen setzt nach Unternehmensangaben konsequent auf moderne Fertigungstechnologien, um die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland langfristig zu sichern. Höver & Sohn wird auf der Stainless Steel World Conference & Expo 2025 vom 18. bis 20. November 2025 im MECC Maastricht vertreten sein( Stand F23) und freut sich auf den Austausch mit Kunden, Partnern und Fachbesuchern.
Endox firmiert künftig als Alleima
Endox, ein deutscher Hersteller von Komponenten für endoskopische medizinische Anwendungen, wurde im Januar 2025 von Alleima übernommen. Durch ergänzte Kompetenzen in der Nitinol-Bearbeitung, der Fertigung von Führungsdrähten( Guidewires |
) sowie der Laserbearbeitung stärke der Erwerb von Endox die Vorwärtsintegration von Alleima in der Wertschöpfungskette der Medizintechnik. Das Produktportfolio, die Zertifizierungen und die etablierte Kundenbasis von Endox erweiterten das adressierbare |
Marktpotenzial von Alleima insbesondere in den Bereichen Urologie, Gastroenterologie und Endoskopie. Die gebündelten Fähigkeiten und die erweiterte Standortpräsenz trieben die Entwicklung neuer Produkte, die geografische Vertriebsexpansion sowie die |
gemeinsame Nutzung von Produktions- und Anwendungskapazitäten voran. Endox ist 2001 gegründet worden, beschäftigt rund 90 Mitarbeiter, hat Produktionsstandorte in Dettingen und Bielsko-Biała( Polen) und 2023 einen Umsatz von etwa 65 Millionen SEK erzielt. |
8 EDELSTAHL AKTUELL | AUSGABE 8 | NOVEMBER 2025