NDT Dynamisches Röntgenfluoreszenz-Spektrometer
analyticon produziert an seinem Standort in Rosbach den handgehaltenen Röntgenfluoreszenz-Analysator FEnX-T . Die Entwicklung eines eigenen RFA-Spektrometers ist laut Unternehmensangaben das Ergebnis aus vielen Jahren Erfahrung in Metall- und Elementanalytik , Vertrieb , Service , Support und Strahlenschutz . Bereits seit einiger Zeit vertreibe analyticon eine eigene Datenmanagement- Software , die nun auch in Verbindung mit dem FEnX-T Arbeitsabläufe optimieren soll . Das FEnX-T analysiere Metalllegierungen einfacher als je zuvor , da der Nutzer keinerlei analytisches Vorwissen mehr benötige . Möglich mache dies der dynamische Modus : Automatisch bestimme er das Basismetall , wähle die richtigen Filtereinstellungen und Messzeiten . Wenige Sekunden nach Auslösen der Messung könne der Anwender die Zusammensetzung der Legierung vom Display ablesen . Das Spektrometer eignet sich laut analyticon zur Analyse aller Metalle , wie Edelstahl , Aluminium , Nickel- und Kupfer-Basis , Super Alloys , etc . Ausgestattet mit einem Graphen Detektor erziele das Handgerät auch bei leichten Metallen niedrige Nachweisgrenzen . Es analysiere schnell , genau und völlig zerstörungsfrei und sei überall dort zuhause , wo Metalle schnell identifiziert und ihre Zusammensetzung zuverlässig geprüft werden soll , z . B . im Metallrecycling sowie der Qualitätskontrolle metallverarbeitender Betriebe . Der FEnX-T Protector ist ein in den Analysator integrierter Detektorschutz . Er soll Elektronik und Detektor vor mechanischen Beschädigungen schützen . Die Kamera im Messkopf diene der exakten Positionierung des Messflecks . Eine zweite Kamera im Griff ermögliche die Aufnahme kompletter Objekte zur Dokumentation . Beide Aufnahmen seien mit der Messung verknüpft und können in den Analyseberichten abgebildet werden . Die Kombination von
Innovative Ultraschall-Prüflösungen
Der FEnX-T ist gemäß IP54 staub- und spritzwassergeschützt . Foto : analyticon
Touch-Screen , Steuerkreuz und echten Tasten erlaube den uneingeschränkten Einsatz des Analysators bei Regen , mit Handschuhen oder öligen Händen .
AVIO S . p . A . besuchte vor kurzem die SONOTEC GmbH für den Factory Acceptance Test ( FAT ), um die von ihnen beauftragte Scananlage SO- NOAIR in Aktion zu sehen und abzunehmen . Diese hochmoderne Anlage verwendet Luftultraschall , um Materialien zu prüfen , die laut Pressemitteilung mit konventionellen Ultraschallprüfungen schwer oder unmöglich zu inspizieren sind . „ Für diesen wichtigen Test reisten drei Mitarbeiter von AVIO nach Halle in die SONOTEC GmbH . Dort arbeiteten sie eng mit Andreas Bodi zusammen , dem Field Application Engineer Air-Coupled Ultrasonic Testing bei SONOTEC . Gemeinsam führten sie verschiedene Scans durch , um sicherzustellen , dass die SONOAIR-Anlage den Anforderungen und Standards von AVIO entspricht “, so das Ultraschallmesstechnik-Unternehmen . AVIO sei ein Unternehmen in der Raumfahrttechnik mit Sitz in Italien und vertraue auf die Expertise des Kooperationspartners im Bereich der Ultraschallprüfung und -technologie . Diese enge Zusammenarbeit trage dazu bei , dass AVIO Kunden passende Lösungen , Integration und Nutzung gewährleisten könne .
Berührungslose Ultraschallprüfung Im Gegensatz zur konventionellen Ultraschallprüfung werde bei dieser Prüfmethode kein flüssiges Koppelmittel und kein direkter Kontakt zum Prüfobjekt benötigt . Luftultraschall ist keine neue Technologie . Bereits in den 1970er Jahren kam die Luftultraschallprüfung , vorrangig in der Luft- und Raumfahrt , zum Einsatz . Die Möglichkeiten der damaligen Anlagentechnik waren jedoch sehr beschränkt ( Fehlerauflösung , Empfindlichkeit , Software- Post-Processing , Modularität etc .) Mit dem Aufkommen des Leichtbaus , erneuerbarer Energien sowie neuer Prozesse in der additiven Fertigung etc . gewinnt die koppelmittelfreie Luftultra-
AVIO-Mitarbeiter besuchen , die SONOTEC GmbH in Halle um bei dem FAT der beauftragten SONOAIR Anlage ihr Engagement für Qualitätssicherung zu zeigen . Foto : SONOTEC GmbH
schallprüfung nach Unternehmensangaben jedoch wieder an Bedeutung . „ Viele Bauteile können aufgrund von material- oder produktionsabhängigen Eigenschaften nicht mit flüssigem Koppelmittel benetzt werden , weil sie sonst aufquellen , aufblättern , korrodieren oder anderweitig zerstört würden . Auch bestehende Systeme mit flüssiger Ankopplung ( z . B . Squirter- oder Tauchtechnik-Prüfanlagen ) erfordern komplizierte Wasserzu- und
-abführungen sowie langwierige und kostenintensive Trockenprozesse “, so SONO- TEC . Die SONOAIR-Technologie ermögliche Messungen an hoch dämpfenden Materialien . So können hochmoderne Faserverbundstoffe , wie GFK und CFK , oder auch stark dämpfende Wabenstrukturen , die vor allem im modernen Leichtbau zum Einsatz kommen , nach Presseinformationen zerstörungsfrei mit Ultraschall geprüft werden .
32 edelstahl aktuell | Ausgabe 3 | Mai 2024