Das sind die dreckigsten Städte der Welt
von Kacper aus Obidza
Millionen von Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen starker Umweltverschmutzung,
unzählige erkranken.
Die schmutzigsten Städte weltweit liegen in China, Indien und Russland. An diesen Orten
ist die Luft stark verpestet und das Gewässer sind vergiftet. Auch die ukrainische Stadt
Tschernobyl, in der sich der bisher schlimmste Atomunfall ereignete, gehört weiterhin zu
den zehn am stärksten verschmutzten Städten.
Auf der Liste stehen: Tschernobyl in der Ukraine, Dscherschinsk und Norilsk in Russland,
Kabwe in Sambia, La Oroya in Peru, Vapi und Sukinda in Indien, Linfen und Tianjin in China
sowie Sumgait in Aserbaidschan. Aber nicht nur diese zehn Städte, sondern viele weitere
Orte auf der Welt sind so verschmutzt, dass die Menschen dort in Gefahr sind.
In der russischen Stadt Dscherschinsk zum Beispiel, in der früher chemische Waffen und
giftige Substanzen hergestellt wurden, soll die durchschnittliche Lebenserwartung bei nur
45 Jahren liegen. Im ehemalig sowjetischen Sumgait werden so billig wie möglich große
Mengen an Chemikalien für Industrie und Landwirtschaft hergestellt. Auch im
peruanischen La Oroya wird bei fast jedem Kind ein erhöhter Bleiwert im Blut festgestellt.
Kabwe ist die schmutzigste Stadt Afrikas. Durch den Abbau von Eisenerzen sind die
Belastungen an Schwermetallen sehr hoch. Im indischen Sukinda sorgen Chromerzminen
dafür, dass Millionen Tonnen verschmutztes Gestein die Umwelt belasten. Das schädliche
Abwasser gelangt auch in den Fluss Brahmani, der einzigen Trinkwasserquelle für viele
Bewohner.