divingEurope 1|2026 | Nr. 45 | Page 208

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Die( große) Kathedrale hat den Namen zu Recht. Im Eingang hängen bleiben kann jedenfalls keiner
Okay – Reinhold Messner würde sich jetzt schlapp lachen, aber es geht immerhin durch eine schmale Öffnung im Felsen zuerst schräg nach unten, und dann mit einer Strickleiter zwei Meter in die Felsenkammer darunter.
Eine Lampe bekommt jeder, Sicherheit geht natürlich vor, auch wenn immer mindestens zwei Guides der Basis dabei sind und man sich in der Tropfsteinhöhle nicht verlaufen kann. So klein sie ist, so märchenhaft schön ist sie. Überall glitzern Wassertropfen.
Ein sozusagen Halb-und-Halb-Abenteuer in Sachen Höhle lässt sich mit dem Tauchgang in der Small Cathedral – der Kleinen Kathedrale – arrangieren. Nach der kurzen Anfahrt bleibt das Tauchboot vor einem gähnenden Höhleneingang stehen, der allerdings von einer kleinen, knapp aus dem Meer ragenden Felsbarriere eingerahmt ist. Nein – nicht „ dumm gelaufen“, sondern im schlimmsten Fall vielleicht „ komisch gerobbt“. Denn, so erzählen uns die Guides der Tauchschule mit einem Schmunzeln: „ Reingekommen ist da bis jetzt noch jeder
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