divingEurope 4|2022 | Nr. 32 - Page 31

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D as Meer nördlich von Font de Sa Cala wurde 2007 vorbei an Cala Ratjada bis hinter die Nordspitze Mallorcas zum Reserva Marina de Llevant deklariert . Seitdem ist der Fischbestand im 5900 Hektar großen Marinepark gewachsen . Heute sind dort mehr als 900 verschiedene Tier- und Pflanzenarten heimisch . Viele Taucher kennen das Revier mit seinen Tauchplätzen aber gar nicht .

Auch nicht Farallò de Cala Gat oder nur Farayo . So oder so zählt der „ Käse “ genannte Fels bei Cala Ratjada zu den vielseitigsten im Meeresschutzgebiet . Ein anderer fischreicher Topspot liegt weiter nördlich am Cap des Freu . Berühmt ist Mallorca nicht zuletzt für die vielen Unterwasser-Höhlen . Davon gibt es etliche für Anfänger und solche für Experten . Damit , dass in den erreichbaren Tiefen vor der Küste keine Fächerkorallen leben , sind die Balearen im Mittelmeer nicht allein . Der bereits erwähnte Bestand an Fischen und Kleintieren gleicht das aus : vom Zackenbarsch bis zur Sternschnecke gibt es reichlich zu sehen und die Rochen , denen Cala Ratjada den Namen verdankt , sind mit Glück auch wieder zu sehen .
Dass die Behörden Eskapaden von Urlaubern satt haben , die sich an Land benehmen wie eine offene Hose , war EU-weit in den Medien . Ähnliches gilt in Marineparks : Fürs Tauchen ist eine Lizenz nötig . Nur offizielle Tauchschulen wie das i . a . c-Divecenter Dive & Fun in Font de Sa Cala haben Genehmigungen . Erfreulich : entsprechend wenig ist dadurch an den meisten Tauchplätzen los .
Fotografentipp : in der großen und einfach zu betauchenden Höhle des Käses gibt es El Diablo , das “ Teufelsgesicht “, als Hintergrundmotiv
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