divingEurope 4|2022 | Nr. 32 - Page 100

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Der Schlüsselsatz lautet : Niemand kann besser entspannen als wir Apnoetaucher . Um erfolgreich Apnoe zu tauchen , muss der seinen Puls senken . Es gibt niemand , der lange die Luft anhalten kann und das mit einem schnell schlagenden Herz tut . Wir Apnoetaucher sind Meister der Entspannung . Dabei bedienen wir uns bei Techniken aus dem Yoga , insbesondere dem Atemteil des Yogas – dem Pranayama . Aber auch die Achtsamkeitsmeditation ist perfekt geeignet , um Körper und Geist tiefer zu entspannen . Unser Gehirn beansprucht den größten Teil unseres eingeatmeten Sauerstoffs . Denken wir viel , konsumieren wir mehr Sauerstoff ; negative Gedanken verbrauchen dabei mehr als positive .
Yoga Übungen sorgen für einen flexiblen Körper
Progressive Muskelentspannung , Autogenes Training und vieles mehr sorgt ebenfalls für einen entspannten Körper . Je weniger Muskeln angespannt sind um so niedriger ist der Energie und damit der Sauerstoffverbrauch . Das Ziel ist auf den Zeitpunkt genau und in möglichst kurzer Zeit den Puls zu senken . Was schnell hilft , ist gut , denn auch wir kommen gelegentlich abgehetzt ins Training und müssen performen . Ein großes Plus dabei : Ein körpereigener Mechanismus sorgt für tiefere Entspannung im Wasser .
Fotos : Phil Sima
Atemübungen trainieren die Lunge und sorgen für einen ruhigen Geist
„ Viele kamen allmählich zu der Überzeugung , einen großen Fehler gemacht zu haben , als sie von den Bäumen heruntergekommen waren . Und einige sagten , schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen , die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen .“
Douglas Adams in „ Per Anhalter durch die Galaxis “
Um noch tiefer entspannen zu können , hilft uns der „ Säugetiertauchreflex “, eine Anpassung des Menschen an das Wasser . Dabei ist dieser Reflex bei kleinen Kindern stärker vor-
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