divingEurope 2|2018 NEU - Page 69

lingsgruppe in ihrem untergegangenen (?) Schlauchboot auf dem Meeresgrund. Die in der Anfangszeit noch deutlich er- kennbaren Gesichtszüge sind zwischen- zeitlich von Algen überwuchert, womit die ehemals erkennbare Befindlichkeit der Ak- teure langsam, aber stetig verloren geht. Ähnliches beobachten wir auch bei den weite- ren Kunstwerken. Egal ob die Kinder in ihren steinernen Kanus, die Männer auf der Wip- pe, der einsame Fotograf oder das Paar, das gerade seine Gemeinsamkeit in einem Sel- fie dokumentiert. Alle Skulpturen sind einer künstlerisch gewollten Anonymisierung aus- geliefert und verlieren damit einen Teil ihrer ursprünglichen Aussage. Ungefähr in der Mit- te der ungefähr 2.500 Quadratmeter großen Fläche trifft man auf eine 35 Figuren große Menschengruppe, die einem Tor (der Freiheit) zustrebt. Die gut 15 bis 20 Meter weit reichen- de Sicht unterstreicht diese teils gespenstisch anmutende Szenerie. Mit Sicherheit ganz dem Gedanken der Planer entspricht die folgende Situation: Gerade er- reichen wir eine im Kreis platzierte Anhäufung menschlicher Körper. Mit ihren dramatisch verrenkten Gliedmaßen und verdrehten Köp- Ob.: Ist das Kunst oder kann das weg? Laut dem Insel-Radiosender AtlantisFM hat die Hafenbehörde be­ kannt gegeben, das Schiffswrack, das seit 1981 zwischen Arrecife und Costa Teguise liegt und auch als Tauchziel dient(e), solle Anfang 2018 entfernt werden. Das Museo Atlantico (li.) ist dagegen eindeutig Kunst