divingEurope 2|2018 NEU - Page 60

divingEurope 2|2018 D ie der afrikanischen Küste vorgelager- ten Kanarischen Inseln begeistern durch eine attrakti- ve Unterwasserwelt und vor allem durch ihre landschaft- liche Unterschiedlichkeit. Lanzarote, mit 845,5 Quadrat- kilometern und zirka 144000 Einwohnern die Nummer vier des Archipels, erscheint dabei auf den ersten Blick unwirt- lich und karg. Riesige lebens- feindliche Lavafelder erzählen die feurige Entstehungsge- schichte, die zwischen 1730 und 1736 ihren letzten Höhepunkt in unzähligen, ein Drittel der gesamten Inselfläche vernichtenden Vul- kanausbrüchen erfuhr. Die restliche Insel wird von beige-braunen Hü- gelketten, viel grünem Buschwerk und allerlei Erdtönen geprägt. Hierzu stehen die schnee- weiß gekalkten, kubistischen Häuser im mar- kanten Kontrast. Glutrote Magma gibt es auch heute noch im Parque Nacio- nal de Timanfaya zu bestau- nen. Hier glüht die höllische Hitze, der der Nationalpark auch sein Wahrzeichen (ein stilisiertes Teufelchen) ver- dankt. Dicht unter der Ober- fläche, in nur fünf Meter Tiefe, herrschen bereits Temperatu- ren von annähernd 400 Grad Celsius. Ein Schauspiel, das nur an wenigen Plätzen der Erde geboten wird. Der auf Lanzarote geborene Künstler und Architekt César Manrique hat mit seiner teils spektakulären Architektur in die vulkanisch geprägte Natur 60 Stoische Geduld: Drachenkopf Bauwerke von internationalem Ruf geschaf- fen. Dazu kommen Bilder, Skulpturen und fantastische Gärten. Bei den meisten Urlau- bern ist Lanzarote jedoch viel bekannter für seine Strände und seine Tauchgebiete. Das Farbklecks im Riff: Fadenschnecke