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divingEurope 2|2018 BESTES HÖHLEN- REVIER Sardinien/Italien Capo Caccia 1 Die bekanntesten Tauchgebiete der zweitgrößten Mittelmeerinsel gibt es im Norden. Bei Alghero an der Nordwestküste liegt das Capo Caccia. Die Steil- küstenlandschaft bis zum südlicheren Capo Galera beherbergt eine ganze Reihe von Höhlen. Sie haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die meisten werden aber mit normaler Ausrüstung betaucht. Be- eindruckend sind alle. So auch die Grotta dei Fan- tasmi – die Gespensterhöhle – mit ihrem fast weißen Gestein. Sie ist nichts für Höhlenanfänger, erfahrene Taucher werden dafür Freude an kurvigen Röhren und bizarren Kammern haben. In der Grotta dei Cer- vi, der Höhle der Hirsche, gibt es uralte Konchen- reste von Tieren. Außerdem kann man unter einer Stalagtitendecke auftauchen. In manchen Höhlen le- ben Stenopus-Garnelen. Für erste Versuche eignet sich weite Eingangsbereich der Grotta dei Stalagtiti. In der Grotta Falco zwischen Capo Galera und dem Punta Giglio kann man das Gerät ablegen und einen kleinen Spaziergang machen. www.capogalera.com 136 Rund ums Capo Caccia gibt es circa ein halbes Dutzend Höhlen mit Schwierigkeitsgraden von einfach bis schwer. Auf den Fotos: weißes Gestein in der Grotta dei Fantasmi (ob.), Eingang zur Grotta Nereo (u. li.), Steno­ pus-Garnerlen mögen es dunkel (mi.), in eini­ gen Höhlen kann man auftauchen (u. re.)