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divingEurope 2|2018 Tipps für die Zeit an Land Das Ruhrgebiet hat mehr zu bieten als sein Ruf es vermuten lässt. Klar ist es kein Feriengebiet wie Schwarzwald oder Lüneburger Heide. Aber auch hier gibt es zwischen den Städten viel Grün und etliche Seen in den Nah­ erholungsgebieten. Bis auf eine einzige noch betriebe­ ne Zeche findet sich im ehemaligen Kohlenpott auch kaum noch etwas Aktives aus der Epoche der Industria­ lisierung – und 2018 wird selbst diese letzte Kohleförderung in Deutschland eingestellt. Was bleiben wird sind Industriedenk­ mäler wie die Zeche Zollverein in Essen mit ihrer damals für eine Indus­ trieanlage spektakulären Architektur. Sie wurde deswegen zum UNESCO Weltkulturerbe erhoben. Auch weil die Altstädte der meisten Ruhrgebiets­ metropolen im Krieg völlig zerbombt wurden, hat man dort mehr Denkmä­ ler, die mit der Industriegeschichte verknüpft sind. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Villa Hügel am Essener Baldeneysee. Der Wohnsitz der Fami­ lie Krupp liegt in einem riesigen, teils bewaldeten Park (www.villahuegel.de). In Duisburg, der Stadt mit Europas größtem Binnenhafen, gibt es tatsäch­ lich noch ein funktionierendes Stahl­ werk. Wesentlich bekannter ist aber das stillgelegte Hüttenwerk zwischen den Stadtteilen Neumühl und Meide­ rich, wo auch der Tauchgasometer zu finden ist. 2000 unter Denkmalschutz gestellt, kann man nun zwischen historischen Dampfmaschinen und alten Maschi­ nenhallen spazieren gehen (Fotos oben u. rechts). Jeden Abend erstrahlt die alte Industrie­ anlage dank der permanenten Lichtinstal­ lation des Künstlers Jonathan Parker (li. u. mi.). Neben dem Tauchgasometer gibt es einen Klettergarten und Relikte aus der großen Zeit der Eisenherstellung. Mehr Infos dazu: www.landschaftspark.de 114