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7.
Mai 2025, Boje Nr. 6, Tauchplatz El Fraire am Cap Norfeu im Marinepark Cap de Creus: der Schweizer Taucher Hene Rohrer steigt nach seinem „ Gängli“ mit leuchtenden Augen wieder an Bord und meint nur kurz und unaufgeregt „ sensationell“. Der Berner Bär, bei dem die 15-Liter Bombe auf seinem Kreuz wie ein Kindertauchgerät aussieht, hat schon über 3500 Tauchgänge auf seinem breiten Buckel, er ist ein echt angefressener Vollbluttaucher. Und viele hundert Male tauchte er an der Costa Brava, zum ersten Mal an Neujahr 1978. Das Tauchgebiet im Naturschutzpark Cap de Creus hat es ihm allerdings besonders angetan. In das Revier hat er sich so verliebt, dass sein Zweitwohnsitz seit einigen Jahren nun in Roses ist. Wann immer er und seine Frau können, geht ´ s ab an die geliebte Costa.
Hene Rohrer ist Frühaufsteher und zu Hause hat er sich oft um 6 Uhr morgens vor der Arbeit zusammen mit seinem Kumpel für eine knappe Stunde irgendwo im Thuner See versenkt – „ der Tag muss gut anfangen“ – so seine Devise. Von ihm aus könnte die Tauchbasis schon um sieben Uhr loslegen, was aber in Roses niemand macht, soll ja Urlaub sein. Denn morgens ist am meisten los, das weiß er von früher, als er noch auf eigene Faust abtauchte. „ Kurz nach neun Uhr in die Fluten steigen, geht gerade noch so, ist ok“. Eigentlich hat er schon alles in der Kiste, was unter den Wellen am Cap Norfeu schwimmt, kreucht und fleucht. Am 7. Mai 2025 hat er nach 10 Uhr allerdings wirklich etwas ganz Neues und Außergewöhnliches auf seiner Speicherkarte und egal, dass die Sichtweite heute – im Frühjahr – nicht gerade der Hit war.
Der Hit des Tauchganges ist ein kleiner dunkler Fisch, den er und auch sein Buddy hier noch nie gesehen haben. Eine Schönheit ist
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