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Zwei Dinge gleich vorweg. Erstens: Vorurteile wirft man am besten über Bord – das ist nichts Neues, wird aber leider nur selten beherzigt. Zweitens: Nein, es tut nicht weh, wenn man in Mallorca aus dem Flieger kommt und den Flughafen in Palma betritt.
Wie so oft im Leben ist auch das erste Gefühl auf der beliebtesten Insel der Teutonen vielleicht eher eine Sache der persönlichen Einstellung. Zwar wollen die Mallorquiner selber – sofern sie denn keine Geschäfte damit machen – das Hardcore-Partyvolk längst nicht mehr mit allen Auswüchsen auf ihrer Insel, aber es gilt das Motto „ die Geister, die ich rief...“ – naja, Sie wissen sicher wie der Satz zu Ende geht. Soll heißen: verschwinden werden die Sangria-Connoisseur- und Strohhalm-Saufgemeinschaften von der beliebtesten der Baleareninseln so schnell vermutlich nicht.
So weit...... und jetzt gleich das Gute hinterher: Dieser Urlaubstyp sucht zielgerichtet Seelenverwandte( andere nennen das Rudelbildung). Und eins ist bekannt: Löwen findet man am schnellsten in der Löwengrube, und sinngemäß das Partyvolk seinesgleichen da, wo das restliche Partyvolk auch hingeht.
Die Minifarbkleckse der Fadenschnecke warnen Fressfeinde vor ihrem Gift
Wir Taucher sind da zum Glück im allgemeinen eher woanders. Wer also nicht in die Löwengrube springen will, der muss das auch auf dieser Insel nicht.
Mallorca ist viel besser als sein Ruf, dazu landschaftlich schön und mit jeder Menge Wasser drum herum. Klingt wie ein perfektes Tauchziel? Es gibt Unterwasserfans, die das schon vor einigen Jahrzehnten so gesehen haben und immer wieder herkommen. Basisleiter Achim Schlöffel berichtet: „ Zu uns kommen Familien, da taucht mittlerweile die dritte Generation!“ Der gebürtige Bayer hegt seine Passion zur Insel und dem abwechslungsreichen Tauchgebiet schon seit viele Jahren. Mittlerweile sind auch seine Kinder begeisterte Mallorca-Taucher.
Mal abgesehen davon, dass es hier Plätze für fast jeden Ausbildungsstand und viele verschiedene Ansprüche gibt: Die Insel hat auch so allerhand zu bieten. Klar kommen wohl die meisten wegen der tollen Strände, die man nach rund zweieinhalb Flugstunden innerhalb Europas erreicht hat. Aber wenn in Deutschland noch alle zittern, ist hier schon längst Frühlingsanfang. Dass man auf Mallorca abseits der Partymeilen seine Badeferien prima mit dem Tauchen kombinieren kann, lässt sich leicht
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