diving7seas Sonderausgabe 2019 / DEUTSCH - Page 168

diving7seas 2019 Der bekannteste der Quallenseen befindet sich auf einer Insel der Republik Palau. Im weniger bekannten Maratua-Atoll gibt es zwei Weitere dieser Besonderheiten Zum Tauchen in Palau muss man eigentlich nicht mehr viel sagen: es zählt unbestritten zu den weltweiten Top-Destinationen. Was der Platzhirsch und die erste Tauchbasis auf Palau, Fish‘n Fins, natürlich gerne zum Motto nahm. Eine Ergänzung aber dennoch. Ein Tauchertraum deshalb, weil hier alle Facetten des Tauchsports geboten werden: Steilwände, Korallengärten, Großfische, Crit- ters, Höhlen, Wracks aus dem 2. Weltkrieg und Quallenseen. Im weniger bekannten Maratua-Atoll, das etwa 90 Kilometer östlich von Borneos Küs- te liegt, verhält es sich fast genau so. Nur geschichtsträchtige Wracks fehlen und die Höhlen sind nicht so spektakulär. Aber das Revier um das 25 Kilometer lange und etwa sechs Kilometer breite Atoll ist derart gran- dios und hat so viele exzellente Spots, dass Walter Harscher, Chef der Extradivers und vom Reisecenter Federsee, gleich drei edle Tauchresorts gebaut hat. Was seine Gründe hat. Einer davon sind die einzigartigen Qual- lenseen, wie von Palau bereits weltbekannt. 168 Palau Jellyfish Lake Der schönste See, obwohl er momentan nicht mehr so viele Quallen hat, ist der Jel- lyfish Lake auf der Insel Eil Malk, eines der Bilderbucheilande der Rock Islands. Hat man Glück, sind nicht so viele Besucher da und wenn, am besten etwas abwarten, denn das erhöht die Freuden enorm. Schnor- cheln ist nur mit äußerster Vorsicht erlaubt, denn das einzigartige Biotop ist fragil. Doch davor muss etwas geschwitzt werden: erst geht’s bergauf, dann bergab und rutschfestes Schuhwerk ist ein Muss. Nach zehn Minuten liegt die riesige Badewanne vor einem. Auf einer Tafel wird genau erklärt, was der Guide auch schon sagte: Nicht nur die An- zahl der Quallen ist irre – früher sprach man von Millionen –, sondern auch die Tatsache, dass sie nicht oder besser kaum nesseln. Je nach Tageszeit muss man sie eventuell erst einmal suchen. Kann aber auch sein, dass sie keine 50 Meter von der Plattform entfernt schwimmen. Warum? Sie „wandern“ mit der Sonne im See umher, wobei ihre