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BEZIRK RIED . Seit Jahresbeginn ist Bürgermeister Eduard Seib Vorsitzender des BAV Ried . Als Auftakt zur Kolumne , in welcher in den kommenden Wochen die acht ASZ des Bezirks vorgestellt werden , gibt er im Gespräch Aufschluss über diese Position , über das Entstehen des Bezirksabfallverbandes , die Sinnhaftigkeit des Mülltrennens und mehr .
Was ist eigentlich der BAV ? Die Abkürzung steht für Bezirksabfallverband . Es handelt sich dabei um die Vereinigung aller 36 Gemeinden des Bezirkes Ried , die sich zusammengeschlossen haben , um sich gemeinsam dem Thema Abfall und dessen Entsorgung zu widmen . Im Zuge dieses Gemeindeverbandes wurden u . a . die Altstoffsammelzentren gegründet . Das Gremium des BAV wird dabei aus einem Vertreter pro Gemeinde gebildet und findet zusammen Lösungen zur Verwertung bzw . Entsorgung von Wertstoffen bzw . Abfällen im ganzen Bezirk .
Wann und warum wurde der BAV Ried ins Leben gerufen ? Vor rund dreißig Jahren standen die einzelnen Gemeinden vor der Problematik , dass Mülldeponien keine endgültige Lösung und auch von den Bürgern nicht gewollt waren .
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BAV-Obmann Eduard Seib
Auf der Suche nach Alternativen wurde die Idee geboren , dass Abfall nicht nur Müll ist , sondern ein Wertstoff , aus dem wieder Neues geschaffen werden kann . Darum formierten sich die Verbände .
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Welche Rolle spielt dabei der Obmann des BAV ? Der Obmann des Verbandes wird immer aus den politischen Vertretern der Gemeinden gewählt . Im Jänner wurde ich bei der Wahl für diese Rolle auserkoren und trete nach meinem langjährigen Kollegen Karl Ehwallner in große Fußstapfen . Er hat sehr vieles aufgebaut , wie einen Teil der Neubauten der ASZ , die Aufstellung eines super |
Teams , Aktionen wie die jährliche Flurreinigung uvm . Die Aufgabe als Obmann ist spannend und macht auch Spaß , doch durch die vielen Bereiche – von den acht ASZ über die Teams bis zu künftigen Neuerungen – über die man sich in dieser Position Gedanken macht , auch durchaus fordernd und anspruchsvoll .
Mülltrennung kann – speziell bei Plastik – etwas mühsam sein , nützt das Sammeln und Sortieren denn wirklich etwas ? Natürlich . Alles , was im ASZ gesammelt und in den Kreislauf zurückgebracht wird , ist eine Einnahme für alle Mitgliedsgemeinden . Insbesondere
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Kunststoffe wie PET-Flaschen und deren Verschlüsse bringen dabei hohe Erlöse . Sammeln und trennen lohnt sich also definitiv für alle .
Getreu dem Motto der Umweltprofis „ Trenna is a Hit “ – bitte ich alle , die Wertstoffe nicht achtlos wegzuwerfen oder alles in den Restmüll zu geben , wir brauchen diese ! Bringt uns euren Abfall – denn wir machen daraus wieder richtig gute Sachen !
Als Bürgermeister von Pramet , Vorsitzender mehrerer Verbände und Firmenchef bist du immer gefordert – wo findest du deinen Ausgleich ? In erster Linie in meiner Familie – meine zwei Töchter und meine Frau , mit der ich seit fast 30 Jahren glücklich zusammen bin , geben mir immer wieder Kraft . Speziell auch unser gemeinsames Hobby , das Reisen .
Ein ganz großer Ausgleich sind für mich allerdings die Berge , hier kann ich richtig abschalten . Ein alter Bekannter sagte mir einmal : „ Was der Alltag dir nimmt , geben dir die Berge zurück “, dem kann ich zu 100 % zustimmen .
Dankeschön für das Gespräch ! Susanne Gadermeir
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