CEWE OnTour 4/2017 | Page 9

M it etwas Persönlichem an Weihnachten die Lieben überraschen. Diesen Wunsch hat sicherlich jeder von uns. Doch was ist denn eigentlich persönlich? Wo- rüber freut sich der ­Beschenkte wirklich besonders? Wie schaffe ich es, auch noch etwas von mir in das Geschenk mit einzubringen? Und letztendlich soll das, was ich an meine Liebsten verschenke auch noch zum Ausdruck bringen, wie gern ich sie habe. Vor dieser Herausforderung stand auch eine junge Frau aus der Oberpfalz. Eine Herausforderung, die sich um ein Vielfaches potenziert, hört man sich ihre Geschichte an. Eine Geschichte zweier Men- schen, die sich erst über Umwege kennenlernten, sich aber sofort verstanden und heute überein- ander sagen, dass der andere ein ganz besonderer Mensch sei und sie gar nicht genau sagen können, woran es liegt. Es sei etwas Magisches zwischen ihnen. Diese junge Frau heißt Vanessa Teich, ist 23 Jahre alt und wohnt mit ihrer Familie im nördlichen Bayern zwischen Nürnberg und Regensburg. „Mein Großonkel wohnt in Australien. Er ist ein wundervoller Mensch für mich und eine der wichtigsten Personen in meinem Leben“, erzählt die angehende Lehrerin mit ihrem unheimlich ansteckenden Lachen. Die besondere Bindung zu ihrem Onkel ist förmlich zu spüren. Immer wieder kommen ihr die Tränen wenn sie über Onkel Jackel spricht. Onkel Jackel heißt eigentlich Jakob und kommt ursprünglich aus Vanessas Nachbarort. Als junger Mann packte ihn das Fernweh und er machte sich auf ans andere Ende der Welt. Heute ist Jackel über 90. Die 23-Jährige hat ihren Onkel zunächst nur über Fotos und Briefe kennengelernt. „Fotos verbinden uns und unsere Familien“, sagt sie und blickt immer wieder auf die unzähligen Bilder der beiden, die das gemeinsame Leben von ihr und ihrem Großonkel dokumentieren. Denn inzwischen haben sich die beiden immer wieder gegenseitig be- sucht – zuletzt im Sommer 2016. Als Vanessa davon mit zitternder Stimme erzählt, rollen ihr Tränen die Wangen herunter. „Ich dachte, ich sehe ihn zum letzten Mal. Er ist schließlich schon sehr alt und ich hatte keine Ahnung, wann ich wieder nach Australien komme“. Es fällt der 23-Jährigen sichtlich schwer, sich an diesen Moment zu erinnern. Doch ihr wunderbares Lächeln kehrt nur Sekunden später wieder zurück. „Als ich gehört habe, dass Onkel Jackel uns trotz seines hohen Alters dieses Jahr zu Weihnachten besucht, konnte ich es kaum glauben. Ich hätte die ganze Welt umarmen können“, beschreibt Vanessa die Situation, als ihre Mutter ihr die Botschaft überbrachte. » Als ich gehört habe, dass Onkel Jackel uns zu Weihnach- ten b ­ esucht, hätte ich die ganze Welt umarmen können! « Vanessa Teich Vanessa hat ihren in Australien leben­ den Onkel zunächst nur über Fotos und Briefe kennengelernt. Für Onkel Jackel hat die Studentin ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk vorbereitet – ein CEWE FOTOBUCH. www.cewe-fotoservice.de 9