INTERVIEW
Der Leuchtturm von Sassnitz auf Rügen ist zu jeder Jahreszeit ein starkes Motiv. Bizarr ist das Bild, wenn er im Winter in Eis gehüllt ist – und dann noch die Ostsee kräftig dagegenpeitscht. Als Fotograf bleibt man da lieber mit langer Brennweite auf Abstand.
f / 11 1 / 2500 s 320 400 mm
Für solche Aufnahmen wie hier von der Burg Trifels im Pfälzerwald, muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Am besten kommt man immer wieder hin, bis alles perfekt ist – und hat vorher, wie Bastian Werner, die Wetterkarte und den Sonnenstand studiert.
f / 9 1 / 13 s 100 105 mm sondern das Lesen des Wetters. Die besten Piloten können aus den Wolken lesen, wo das motorlose Flugzeug am schnellsten gen Himmel steigt. Ich wollte ein guter Pilot sein und habe schnell erkannt, dass das Wissen über das Wetter das wichtigste am Segelflug ist. Irgendwann hat das Wetter meine Faszination am Fliegen abgelöst.“
Was fasziniert Sie besonders, wenn Sie im Winter fotografieren? „ Die Menge an Zuständen des Wassers, welche die Landschaft verzaubern können: klares Eis auf den
Seen, Raureif am kalten Morgen auf dem Boden, Eisblumen auf den Autoscheiben. Die verschiedenen Formen des Schnees, von Pulver bis zu vom Wind geformten Verwehungen. Nebel gefriert an den Bergen zu Raureif.“
Worauf sollten Fotografen achten, die im Winter außergewöhnliche Bilder machen wollen? „ Winter ist für mich Eis und Schnee. Ein Fotograf muss entsprechend diese Orte aufsuchen. Bei uns sind dies die Mittelgebirge. Im Hochschwarzwald, im
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