Pur oder gerahmt? »Die einfachste und schönste Art, ein Bild zu zeigen, ist
für mich ohne Rand, ohne Hintergrund. Und bloß keine Zierleisten! Die Bilder sollten
für sich stehen, sie brauchen keine Verstärkung. Das ist meine persönliche Art des
Präsentierens, doch es gibt auch eine andere Schule: Ein weißer oder schwarzer
Hintergrund kann ein Bild edler wirken lassen, ähnlich wie ein Passepartout in
einer Galerie. Rahmen gezielt einzusetzen schafft Abwechslung, lenkt den Blick
des Betrachters. Damit kann man in einem Fotobuch ruhig mal experimentieren.«
Solo auf zwei Seiten »Das Bild des legendären Roy’s Motel in Kalifornien eignet
sich ausgezeichnet als Doppelseite in einem Fotobuch – Einzelauftritt! Es erfüllt alle
Kriterien: betonter Vordergrund mit dem gut ausgeleuchteten Werbeschild, gutes
Licht im Hintergrund, dazu Spannung zwischen linker und rechter Bildseite.«
So gestaltet der Profi:
Hauke Dressler: »Mein
Fotobuch würde ich im
Magazinformat anlegen,
also Hochformat, Größe
etwa DIN A4. Ich bevorzuge
mattes Papier: das wirkt
hochwertiger und Farben
erscheinen natürlicher, wenn
das Papier nicht reflektiert.
Bei der Beschriftung bin
ich zurückhaltend. Wenig
Text in einer Schrift ohne
Schnörkel. Wichtig: Nicht
jeden Moment einer Reise in
ein Fotobuch stopfen. Besser
nach Themen ordnen und
mehrere Bücher anlegen. Auf
den Titel kommt ein Foto, das
die Reise gut zusammenfasst
und dabei auffällt. Und nicht
vergessen: den Buchrücken
beschriften – fürs Regal!«
Eine Frage des Formats »Dasselbe Foto als
Hochformat beschnitten hat eine ganz andere
Wirkung: Dieses Motiv könnte ich mir gut als
Rücktitel eines Fotobuchs vorstellen. Es wäre
ein starker Schlusspunkt.«
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