CEWE OnTour 03/2017 | страница 19

Pur oder gerahmt? »Die einfachste und schönste Art, ein Bild zu zeigen, ist für mich ohne Rand, ohne Hintergrund. Und bloß keine Zierleisten! Die Bilder sollten für sich stehen, sie brauchen keine Verstärkung. Das ist meine persönliche Art des Präsentierens, doch es gibt auch eine andere Schule: Ein weißer oder schwarzer Hintergrund kann ein Bild edler wirken lassen, ähnlich wie ein Passepartout in einer Galerie. Rahmen gezielt einzusetzen schafft Abwechslung, lenkt den Blick des Betrachters. Damit kann man in einem Fotobuch ruhig mal experimentieren.« Solo auf zwei Seiten »Das Bild des legendären Roy’s Motel in Kalifornien eignet sich ausgezeichnet als Doppelseite in einem Fotobuch – Einzelauftritt! Es erfüllt alle Kriterien: betonter Vordergrund mit dem gut ausgeleuchteten Werbeschild, gutes Licht im Hintergrund, dazu Spannung zwischen linker und rechter Bildseite.« So gestaltet der Profi: Hauke Dressler: »Mein Fotobuch würde ich im Magazinformat anlegen, also Hochformat, Größe etwa DIN A4. Ich bevorzuge mattes Papier: das wirkt hochwertiger und Farben erscheinen natürlicher, wenn das Papier nicht reflektiert. Bei der Beschriftung bin ich zurückhaltend. Wenig Text in einer Schrift ohne Schnörkel. Wichtig: Nicht jeden Moment einer Reise in ein Fotobuch stopfen. Besser nach Themen ordnen und mehrere Bücher anlegen. Auf den Titel kommt ein Foto, das die Reise gut zusammenfasst und dabei auffällt. Und nicht vergessen: den Buchrücken beschriften – fürs Regal!« Eine Frage des Formats »Dasselbe Foto als Hochformat beschnitten hat eine ganz andere Wirkung: Dieses Motiv könnte ich mir gut als Rücktitel eines Fotobuchs vorstellen. Es wäre ein starker Schlusspunkt.« Ob Inspirationen, lange Reportagen oder bildgetriebene Essays, das monatliche Reisemagazin GEO SAISON bietet all das und noch mehr. www.geo.de/magazine www.cewe-fotoservice.de 19