CEWE OnTour 01/2018 | Page 53

Shibu Sh ibuya ya 109 – ein Shoppi Sho pping- ppi ng-Pa ng- Paradies fü Fr für Fraue auen aue n mit m dickem kem Geldbeute ute el. der gleiche geblieben: Nirgendwo in dieser Stadt kann man sich so herrlich klein fühlen wie hier. Wohin es einen in Shibuya auch zieht, der Weg beginnt meistens an der Statue des Hundes Hachi- ko. Der treue Akira trottete einst jeden Abend zum Bahnhof, um sein Herrchen vom Zug abzuholen – selbst Jahre nachdem sein Besitzer gestorben war. Heute ist seine Figur der klassische Treffpunkt bald vielleicht nicht mehr einsamer Herzen. Dort stand ich selbst häufig genug in Erwartung unverbind- licher und etwas verbindlicherer Verabredungen und fragte mich voller Befürchtungen und Hoffnungen, wohin die Reise in die Nacht gehen möge. Blie- ben wir in der Fußgängerzone Zwischen schriller Center-gai stecken, einge- Mode, Junk Food & klemmt zwischen schriller Glitzerkitsch – umspült Mode, Junk Food und Glitzerkitsch, umspült von von dröhnender dröhnender Musik und den Musik. Lautsprechern der Werbetrei- benden? Oder triebe es uns die Parallelstraßen mit ihren Musik- und Mangaläden? Ginge es weiter nach Norden, wo sich die Geschäfte ausdünnen, die Bars gediegener werden und man bald in die Nähe des Studiogeländes des Fernsehsenders NHK kommt? Hier büßt die Gegend ihre funkelnde Intensität ein und geht in den Teil Shibuyas über, der als „Bit Valley“ bekannt ist. Zum einen wegen der vielen IT-Firmen, zum anderen, weil „Bitteres Tal“ eine freie Übersetzung des Namens Shibuya ist. Hier macht man mit Glück ein TV-Talent auf dem Weg in den Feierabend aus. Anmerken lässt man es sich natürlich nicht, denn der echte Tokioter lässt sich demonstrativ von gar nichts beeindrucken. Oder geht es etwa gleich in die besonders hüge- lige Gegend von Dogen-zaka, benannt nach einem zum Mönchen gewordenen Ex-Banditen, wo sich ein Love Hotel ans andere reiht? In Shibuya ist alles möglich. Das macht das Viertel für mich zum Sinnbild der Stadt. Jugendliche Trends und erwachsenes Amüsement, nüchternes Business und aufregendes Nightlife – ein Viertel wie ein Mikrokosmos ganz Tokios. Jeden Monat eine Stadt, eine Region oder ein Land – das ist das Motto von MERIAN, das seit 1948 mit Reportagen, Essays und tollen Bildern Lust aufs Reisen macht. Weitere Informationen unter www.merian.de 53