Bücher über Interreligiöse Spiritualität, Meditation und Universaler Sufismus König Akbar und seine Tochter von Noor Inayat Khan | Page 27
D
as kleine Zauberschiff
S
chhhh .....schhh....", flüsterten eines Tages die kleinen Wellen.
Der kleine Shikao ließ seine Schaufel in den schönen silbernen
Sand gleiten.
„Die Weiße Fee ist spät dran heute“, dachte Shikao. „Wo bleibt sie nur?
So viele silberne Gischttropfen tanzen schon auf dem Meer.“
Plötzlich warf sich eine riesige Welle an den Strand, viel höher als alle
anderen, und über der silbernen Flut aus Tropfen erschien die Weiße
Fee.
Die Weiße Fee war die Fee der Gischt, und jeden Morgen, wenn noch
niemand am Strand war, kam sie, um mit Shikao zu spielen. Sie hatten
es sehr lustig miteinander, putzten die Muscheln blitzblank, tollten im
Wasser herum und haschten nach den Strahlen der Sonne.
An diesem Morgen aber standen zwei kleine Tränen in den Augen der
Weißen Fee.
„Was ist passiert, liebe Fee?“, fragte Shikao.
„Ich muss dich verlassen, mein kleiner Freund“, sagte die Weiße Fee.
„Ich gehe weit fort, ans andere Ende der Welt, doch ich will dir zum Abschied dieses kleine silberne Schiff schenken. Pass gut darauf auf, dann
wird dir nie ein Unheil widerfahren und das Glück wird stets an deiner
Seite sein.“
Mit diesen Worten verschwand die Weiße Fee im Schaum des Ozeans, und Shikao sah sie nie wieder. Doch genau neben ihm, auf dem
silbernen Sand, lag ein winziges silbernes Schiff, nicht größer als eine
Muschel.
In Windeseile lief er nach Hause, um es seinem Mütterchen und seinen zwei kleinen Freunden zu zeigen, Mikou, dem Hündchen und Miki,
dem Kätzchen.
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