BERSTSCHEIBEN | Armaturen Welt
Berstscheiben von REMBE eignen sich ebenfalls für Wasserstoffanwendungen. Foto: REMBE
LÖSUNGEN FÜR EXTREMBEDINGUNGEN Grundsätzlich spiegeln die Materialanforderungen an die Berstscheibe die Anforderungen an die komplette Anlage wider. „ Durch die wachsende Anzahl an diversen herausfordernden Anwendungen steigt auch der Bedarf nach innovativen Lösungen für diese Extrembedingungen“, betont der Experte von REMBE. Zu denen gehören etwa Hochtemperaturanwendungen in der Chemischen und Petrochemischen Industrie, für hochkorrosive Medien und adhäsive oder polymerisierende Medien. „ Unser Ansatz ist dabei ein breites Portfolio an Werkstoffen, neben verschiedenen Edelstählen auch Superlegierungen wie beispielsweise Inconel und Refraktärmetalle, wie etwa Tantal.“ Das Unternehmen nutzt zusätzlich Sonderwerkstoffe wie Graphit( GRX Berstscheibe) sowie Antihaftbeschichtungen aus PTFE / PFA.
DYNAMISCHE ENTWICKLUNG Berstscheiben sind aber nicht nur widerstandsfähig bei der Verwendung, sondern auch gegenüber der grundsätzlichen wirtschaftlichen Entwicklung. Sie unterliegen weniger Konjunkturschwankungen. Die Berstscheibe entwickele sich gar dynamischer und wachse stärker im Vergleich zu Sicherheitsventilen, sagt Sven Hoffmann. „ Dabei sind Berstscheiben nicht zwingend Substitutionsprodukt zum Sicherheitsventil, sondern vielfach als
Komplementärprodukt als Kombination aus Berstscheibe und Sicherheitsventil.“ Zum Beispiel, um das Sicherheitsventil vor korrosiven oder verklebenden Medien zu schützen oder um die Dichtigkeit zu erhöhen und Leckagen zu minimieren. Und letztlich spricht auch dieses Argument für Berstscheiben: Sie bieten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit einer Anlage. Denn durch ihre technische Dichtheit werden im Normalbetrieb Diffusion oder leichte Leckagen nachhaltig verhindert. „ Sie sind einfach ‚ trennbar‘, was einiges an Aufwand spart, wodurch im gesamten Produktlebenszyklus weniger Kosten entstehen.“ Berstscheiben, bilanziert der REMBE- Fachmann, ermöglichen Zuverlässigkeit und eine lange Lebensdauer, minimieren den Wartungsaufwand und ungeplante Stillstände. Genau das, was Anlagenbetreiber heute mehr denn je benötigen.
Michael Vehreschild
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