Antoine de Saint Exupery-Der kleine prinz Antoine de Saint Exupery - Der kleine Prinz | Page 85
»Kleines Kerlchen, ist sie nicht ein böser Traum, diese Geschichte
mit der Schlange und der Vereinbarung und dem Stern …«
Aber er antwortete nicht auf meine Frage. Er sagte:
»Was wichtig ist, sieht man nicht …«
»Gewiß …«
Das ist wie mit der Blume. Wenn du eine Blume liebst, die auf
einem Stern wohnt, so ist es süß, bei Nacht den Himmel zu betrach-
ten. Alle Sterne sind voll Blumen.«
»Gewiß …«
»Das ist wie mit dem Wasser. Was du mir zu trinken gabst, war
wie Musik, die Winde und das Seil … du erinnerst dich … es
war gut.«
»Gewiß …«
»Du wirst in der Nacht die Sterne anschauen. Mein Zuhause ist
zu klein, um es dir zeigen zu können, wo es umgeht. Es ist besser so.
Mein Stern wird für dich einer der Sterne sein. Dann wirst du alle
Sterne gern anschauen … Alle werden sie deine Freunde sein. Und
dann werde ich dir ein Geschenk machen …«
Er lachte noch.
»Ach! Kleines Kerlchen, kleines Kerlchen! Ich höre dieses Lachen
so gern!«
»Gerade das wird mein Geschenk sein … Es wird sein wie mit dem
Wasser …«
»Was willst du sagen?«
»Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen. Für die
einen, die reisen, sind die Sterne Führer. Für andere sind sie nichts
als kleine Lichter. Für wieder andere, die Gelehrten, sind sie Pro-
bleme. Für meinen Geschäsmann waren sie Gold. Aber alle diese
Sterne schweigen. Du, du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat …«