+3 Magazin September 2014 - Page 5

+1 Sigmar Walbrecht, Sprecher vom Flüchtlingsrat Niedersachsen Perspektiven schaffen In unseren Projekten sind Asylsuchende aus vielen Ländern mit unterschiedlichstem Bildungshintergrund. Da die Lina Beckert, Leserin meisten dauerhaft hier bleiben werden, müssen sie für eine gute gesellschaftliche Teilhabe Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Selbst wer nur einen volkswirtschaftlichen Blickwinkel einnehmen will, kann dafür gute Gründe finden: Viele der Flüchtlinge sind jung und sollten sinnvollerweise eine Ausbildung absolvieren. Andere bringen Berufserfahrungen aus ihren Ländern mit, können aber keine formale Ausbildung oder Qualifikationen nachweisen. Jedoch führen ein generelles Arbeitsverbot in den ersten neun Monaten im Asylverfahren bzw. zwölf Monaten bei Duldungsinhabern sowie der faktische Arbeitsmarktausschluss bei nachrangiger Beschäftigungserlaubnis in den ersten 48 Monaten des Aufenthalts – Deutsche und EU-BürgerInnen werden bevorzugt – zum Verlust von Fähigkeiten und verhindern, notwendige Kenntnisse zu erwerben. Wichtig wäre bald nach der Ankunft in Deutschland, etwa zu- sammen mit der Arbeitsagentur, Qualifikationen, Erfahrungen und Interessen zu erfassen und Perspektiven zu erarbeiten. Unabhängig vom Aufenthaltsstatus muss frühzeitig der Spracherwerb gefördert werden. Junge Flüchtlinge müssen auch bei nicht mehr bestehender Schulpflicht einen Schulabschluss nachholen und letztlich eine Ausbildung machen können, die durch Ausbildungsförderung, die derzeit rechtlich oft nicht möglich ist, unterstützt wird. Freunden – nur so gewinnt man Lebenserfahrung, damit man sich zufrieden geben kann mit den Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Legislaturperiode. Nach Prognosen wird es schon im Jahr 2030 einen gesamtwirtschaftlichen Mangel an Fachkräften geben, einzelne Branchen klagen bereits heute über Engpässe. Bund, Länder, Kommunen und Sozialpartner müssen deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass jeder Jugendliche einen Abschluss erreicht, auf jeden Abschluss ein guter Anschluss folgt und Weiterlernen für jeden selbstverständlich wird. Hier setzt die Initiative „Chance Beruf“ des Bundesbildungsministeriums an. Einen Schwerpunkt bildet die Verbesserung der Schul - und Ausbildungsabschlüsse. Im Mittelpunkt steht dabei eine frühzeitige Förderung und Berufsorientierung, die bereits in der Schulzeit ansetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Durchlässigkeit zwischen Berufsbildung und Hochschule in beide Richtungen. Wir werden unsere Initiativen zur Erleichterung des Hochschulzugangs beruflich Qualifizierter fortsetzen und zugleich Pilotprojekte zur Integration von Studienabbrechern in die berufliche Bildung fördern. Der dritte Schwerpunkt ist die Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung. Unsere Programme wie Aufstiegsstipendien, Bildungsprämie und Meister-BAföG werden wir fortsetzen. Damit leisten wir einen Beitrag, die Fachkräfte von morgen anzusprechen und ihre Potenziale zu stärken. Ob die Tomate „biologisch“ oder konventionell angebaut wurde, spielt für Geschmack und Haltbarkeit zunächst mal keine Rolle. Der Knackpunkt ist dann eher, ob sie industriell gepflückt und transportiert wurde. Fragen und Antworten Sie sitzen mit rauchenden Köpfen bis nachts in den Uni-Bibliotheken, wachgehalten von Kaffee, Red Bull und purem Ehrgeiz. Sie hören sich mehr oder weniger gespannt Vorlesungen und Unterrichtsstunden an, besuchen Seminare und Fortbildungen, lesen Fachliteratur und recherchieren im Internet, bis sie zufrieden sind, weil all ihre Fragen beantwortet wurden. Sie gehen auf Reisen, hören Musik, lesen alle Arten von Büchern, treffen sich bei jeder Gelegenheit mit 5 Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung Der Staat hilft mit Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gehört zu den wichtigsten politischen Aufgaben Deutschlands und ist einer der Schwerpunkte des Bundesbildungsministeriums in dieser Anzeige - The Licensed Material is being used for illustrative purposes only; and any person depicted in the Licensed Material, if any, is a model. Anzeige IndIvIduell WeIterbIlden? WIr zeIgen Ihnen WIe. bIldung vor ort – an über 35 Standorten In deutSchland 70 Jahre erfahrung und Kompetenz In auS- und WeIterbIldung StaatlIch geprüfte technIKer, InduStrIemeISter technISche betrIebSWIrte und betrIebSWIrte fachWIrte und fachKaufleute In vollzeIt, teIlzeIt oder fernlehre über 70.000 zufrIedene abSolventen LEIDENSCHAFT VERBINDET WIR BILDEN ZUKUNF T!® Süddeutsche_1 N M