+3 Magazin Mai 2013 - Page 9

MAI 2013 INKLUSION such niemanden auszuschließen. Unterwegs in der Öffentlichkeit mit meiner Mutter fragte ich mich oft, wo die Dementen wohl alle sind? Man liest von über 1,4 Millionen. Sie sind im Alltag kaum Besser miteinander umgehen Meine an Demenz erkrankte Mutter begleitete ich als Sohn und Filmemacher. Entstanden sind ein Dokumentarfilm sowie das Buch „Vergiss mein nicht“. Neuerdings ist man im Falle einer Kino- d von Clau hqualifizierten c nserer hoollegin u K derung. mit Behin ONELL REDAKTIEUT BETR Gersdorf, ia 9 „Altersheime in Fußballstadien und Demenzdörfer - mal was Neues wagen!“ David Sieveking, Regisseur und Autor von „Vergiss mein nicht – Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und ich meine Eltern neu entdeckte“ dert. Das schürt Ängste. Andere Länder gehen da sehr kreativ ran. In der Schweiz wurde ein Altersheim in ein Fußballstadion eingebaut. In den Niederlanden gibt es ein Demenzdorf, wo sich die Bewohner viel freier bewegen als in deutschen „Demenzabteilungen“. Demenzerkrankte in diesem Dorf zeigen deutlich länger Eigeninitiative und Akti- „ vität als in einem engen Pflegeheim. Der Umgang mit Demenz war für mich nicht durch negative Gefühle geprägt, sondern hat mir wertvolle Lebenserfahrung gebracht. Meine Mutter konnte Mitleid nicht ausstehen. Sie hat genau gespürt, wenn man gerne mit ihr zusammen war. Mit guter Laune ging dann alles leichter. ... IHRE MEINUNGEN filmförderung verpflichtet, eine „Inklusionsfassung“ zu erstellen: ein neues Verfahren aus der Quantenphysik, dachte ich zunächst. Es hat etwas gebraucht, bis ich kapierte, was Inklusion meint: Den Ver- anwesend. Vieles wird heute an spezielle Orte delegiert. Geburten finden nicht zu Hause statt, gestorben wird im Krankenhaus. Wir haben vieles aus unserem Alltag verbannt, was uns herausfor- „Inklusion meint die Planung oder Veränderung der Gesellschaft im Hinblick auf die Bedürfnisse und Rechte aller Menschen in ihrer Verschiedenheit.“ Prof. Dr. Theresia Degener „Wir sind so gleich wie unsere Gesichter und Kulturen.“ Herschel Leander „Anderen Arbeitgebern rate ich drei Dinge: Unternehmerischen Mut, Fördermöglichkeiten ausschöpfen, Vertrauen in die Menschen.“ Herrmann Witt UNSERE FRAGEN ... Drei exemplarische Antworten haben wir vorgestellt. Im nächsten Magazin werden wir eine Auswahl der interessantesten Leserantworten auf diese Frage veröffentlichen. Werden Sie Teil einer qualitativen und spannenden Diskussion! Post: Warum Verlag, Unter den Linden 40, 10117 Berlin E-Mail: antwort@warumverlag.de SMS: 030 28 44 99 79 App: Scannen Sie den Code Facebook: facebook.com/plusdreimagazin Oder direkt auf „Alle Gegenargumente zu Inklusion sind wissenschaftlich widerlegt. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg – auch in Deutschland.“ Raúl Krauthausen www.plus-drei.de “ Anzeige