+3 Magazin März 2018 - Page 12

12
+ 2
WIR FRAGEN :

WAS WILL ICH VERÄNDERN ?

... und was ist Ihre Meinung ?

www . plus-drei . de antwort @ plus-drei . de
Die Reizarmut bei Unterwasser-Yoga soll dabei helfen , sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – also auch auf die notwendigen Veränderungen im eigenen Leben .
Quelle : redbookmag . com
© iStock ./ piskunov
Yetnebersh Nigussie , Inklusionsaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2017
Zusammen wachsen
Die größte Gefahr für unsere Wirtschaft und Gesellschaft ist die Exklusion von Menschen . Wir haben früher in klassenlosen und inklusiven Gesellschaften gelebt , aber als die Weltbevölkerung anwuchs , wurde leider Exklusion zur Norm . Am schwierigsten ist es , Denkweisen zu verändern , und das ist genau das , was ich erreichen will . Die Menschen müssen eine inklusive Denkweise entwickeln , um die gesellschaftliche Vielfalt als positiv zu sehen . Hier müssen wir bereits bei Kindern im frühen Alter beginnen . 32 Millionen Kinder mit Behinderungen gehen in Entwicklungsländern
nicht in die Schule . Inklusive Bildung – also gemeinsame Bildung für Kinder mit und ohne Behinderungen in denselben Klassenzimmern – ist die effektivste Methode , weil sie meiner Meinung nach der beste Weg in zweierlei Hinsicht ist : Wir schaffen damit die Trennung von Menschen mit und ohne Behinderungen ab . Und Millionen Kinder mit Behinderungen weltweit können endlich zur Schule gehen – weil sie Schulen in ihrer Umgebung besuchen können . Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich , dass Bildung ein Wendepunkt in meinem Leben war , der meine Blindheit in eine Chance verwandelte . Millionen von jungen Menschen mit Behinderungen wollen und können lernen und arbeiten . Doch indem man sie davon abhält , können sie weder für sich sorgen , noch tragen sie zu einer erfolgreichen Wirtschaft bei – was einen Milliardenverlust gerade für einkommensschwache Länder bedeutet .
Wolf Allihn , Leser
Wir alle sind gefragt
Materielles , Äußeres möchte ich nicht verändern , sondern eher das kritische Denken der Menschen dahingehend stärken , dass sie nicht alles , was ihnen an Fake News und Parolen vorgeblasen wird , für bare Münze nehmen , sondern nach gründlicher Sachinformation Vorurteile durchschauen und Kritik und Klarstellung auch zur Geltung bringen . Ich möchte , dass der Mensch als Bürger , wenn er ein Problem hat , zuerst fragt , was er selber tun kann , um sich zu helfen . Und dass er tätig wird und das verändert , was er anders haben möchte . Der soziale Impuls ist missverstanden , wenn immer
gleich eine übergeordnete anonyme Organisation für die eigene Schlaffheit einstehen soll . Wünschenswert wäre auch , wenn die Menschen ihre geistigen Ansprüche nicht auf dem niedrigsten Niveau einparken und sich mit dem trivialsten , oberflächlichsten und lautesten Angebot zufriedengeben würden , sondern sich dem scheinbar Schwierigen und Anspruchsvollen zuwenden . Eine Entwicklung zur sprichwörtlichen „ Life-long-learning “ -Bereitschaft wäre dabei sehr hilfreich . Wie ich das erreichen kann ? Indem ich durch Sprechen und Schreiben – zum Beispiel durch Leserbriefe wie diesem – Aufklärung leiste , kritisch Stellung nehme und zur sachlichen Stellungnahme anrege . Dabei versuche ich , mich nicht durch gleichmacherische und falschen Frieden fordernde Einwände einschüchtern zu lassen . Freilich braucht es dazu Mut und Standhaftigkeit , über die ich nicht immer verfüge .
+2 12 WAS WILL ICH VERÄNDERN? WIR FRAGEN: ... und was ist Ihre Meinung? www.plus-drei.de antwort@plus-drei.de Die Reizarmut bei Unterwasser-Yoga soll dabei helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – also auch auf die notwendigen Quelle: redbookmag.com Veränderungen im eigenen Leben. © iStock./piskunov Yetnebersh Nigussie, Inklusionsaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2017 Zusammen wachsen Die größte Gefahr für unsere Wirt- schaft und Gesellschaft ist die Exklu- sion von Menschen. Wir haben früher in klassenlosen und inklusiven Ge- sellschaften gelebt, aber als die Welt- bevölkerung anwuchs, wurde leider Exklusion zur Norm. Am schwierigs- ten ist es, Denkweisen zu verändern, und das ist genau das, was ich errei- chen will. Die Menschen müssen eine inklusive Denkweise entwickeln, um die gesellschaftliche Vielfalt als posi- tiv zu sehen. Hier müssen wir bereits bei Kindern im frühen Alter begin- nen. 32 Millionen Kinder mit Behin- derungen gehen in Entwicklungslän- dern nicht in die Schule. Inklusive Bildung – also gemeinsame Bildung für Kinder mit und ohne Behinderun- gen in denselben Klassenzimmern – ist die effektivste Methode, weil sie meiner Meinung nach der beste Weg in zweierlei Hinsicht ist: Wir schaffen damit die Trennung von Menschen mit und ohne Behinderungen ab. Und Millionen Kinder mit Behinde- rungen weltweit können endlich zur Schule gehen – weil sie Schulen in ih- rer Umgebung besuchen können. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ic F72&GVrVvVFWVBVЦVV&Vv"FW"VR&ƖFV@VR66RfW'vFVFR֖ƖЦVfVvVV66V֗B&VЦFW'VvVvVVB;fVW&VVB&&VFVF6FV6PFf&:FB;fV6RvVFW"l; 666&vV6G&vV6RRVW W&fw&V6Vv'G66gB&V( 2v2VЦV֖Ɩ&FVfW&W7BvW&FRl;"VЦV766v6R:FFW"&VFWWFWBvbƖW6W v"R6BvVg&w@FW&VW2 8G\9W&W2;f6FR66@fW,:FFW&6FW&VW"F2&F66PFVVFW"V66VFvVV@7L:G&VF726R6BW2v2VfRWw2VB&Vf&vV&Ч6Vv&Bl;"&&R;RVV6FW&6w,;FƖ6W"66Цf&Ff'W'FVRGW&666VVVB&FVB'7FVVrV6W vVGVr'&vV6;f6FRF72FW V662,;&vW"vVW"V&"ЦVBVW'7Bg&wBv2W"6V&W"GVশV66RVfVVBF72W L:GFrv&BVBF2fW,:FFW'Bv2W FW'2&V;f6FRFW"6RЧV27B֗77fW'7FFVvVW vV6VR ;&W&vV&FWFRP&v6Fl;"FRVvVR66ffV@V7FVV6|;66V7vW'B|:G&PV6vVFRV66V&RvV2ЧFvV7,;6R6BVbFVVBЧ&w7FVfVRV&VVB66֗@FVG&f7FV&W&f:F6Ɩ67FVV@WFW7FVvV&BVg&VFVvV&V|;&FV6FW&66FV66V& 66vW&vVVB7'V67fVRЧvVFVVRVGv6VrW"7&6Ч|;g'FƖ6V( ƖfRrV&~( &RЧ&VG66gB|:G&RF&V6V"g&V6vR6F2W'&V6VFVЦ6GW&67&V6VVB66&V&V( 0V&V7VGW&6W6W&'&VfRvPFW6V( 2Vf:G'VrV7FR&F667FVVrVRVBW"66Ɩ6V7FVVvR&VvRF&VfW'7RЦ6R6֖66BGW&6vV6Ц6W&66RVBf66Vg&VFVf"ЦFW&FRV|:FFRV66;6FW&P76Vg&VƖ6'&V6BW2FRW@VB7FFgFvVB ;&W"FR66@W"fW&l;vR