+3 Magazin Juni 2018 - Page 4

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WIR FRAGEN :

WAS KANN DIE MEDIZIN

VON MORGEN ?

... und was ist Ihre Meinung ?

www . plus-drei . de antwort @ plus-drei . de
62 Prozent der angehenden Studierenden im Fach Medizin sind weiblich , Anteil steigend . Quelle : Ärzteblatt
© iStock ./ Stígur Már Karlsson / Heimsmyndir
Prof . Dr . Otmar D . Wiestler , Präsident Helmholtz-Gemeinschaft
Riesige Potenziale
Die atemberaubende digitale Transformation unseres Lebens wird der Medizin ungeahnte Möglichkeiten eröffnen : Roboter werden Ärzte bei Operationen unterstützen , personalisierte Therapien Patienten passgenaue Behandlungen ermöglichen und bildgebende Verfahren wie das MRT dank immer genauerer Diagnosen die Zahl operativer Eingriffe verringern helfen . Auch auf dem Gebiet der Prävention und der Früherkennung eröffnen sich neue Perspektiven . Mit der Auswertung großer Datenmengen lassen sich epidemiologische Vorhersagen viel genauer treffen , etwa zur globalen Ausbreitung
von Infektionskrankheiten . Eine Herausforderung wird dabei sein , Methoden des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz mit medizinischen Befunden zu kombinieren , um aus komplexen biomedizinischen Daten neues Wissen zu schöpfen . Die Ergebnisse dieser Forschung werden direkt bei den Patienten ankommen . Die Helmholtz-Gemeinschaft kann hier mit ihrem systemischen Ansatz und ihren nationalen und internationalen Kooperationen wichtige Beiträge leisten . Im Forschungsbereich Gesundheit untersuchen wir zum Beispiel die Ursachen und die Entstehung großer Volkskrankheiten wie Krebs , Herz- Kreislauf- oder Stoffwechselkrankheiten , Erkrankungen des Nervensystems oder psychische Erkrankungen . Für die personalisierte Medizin von morgen setzen wir auf disziplin- und grenzüberschreitenden Austausch und schaffen damit die Basis für eine datenbasierte Medizin der Zukunft .
Merle Sabrina Klein , Leserin
Unentbehrliche Helfer
Ich arbeite seit drei Jahren als Gesundheits- und Krankenpflegerin . Es ist ein Knochenjob , aber für mich definitiv das , was ich schon immer machen wollte : Menschen helfen . Ich arbeite in einem Krankenhaus . Dort geht es oft stressig zu und manchmal möchte man sich am liebsten dreiteilen , um allen Patienten gerecht zu werden . Mir ist bewusst , dass dieser Beruf nichts für jeden ist . Sich um kranke Menschen zu kümmern , kann eine große Bereicherung sein , aber auch – neben der körperlichen Belastung – sehr auf die Psyche schlagen . Ich denke , das Schönste an meinem Job ist zu sehen ,
wie sich ein Patient Stück für Stück erholt und wieder gesund wird . Ich unterstütze ihn nach Operationen und kann seine Stütze auf dem Weg zur Genesung sein . Dabei lerne ich viele unterschiedliche Menschen kennen und muss mich immer entsprechend anpassen . Denn nicht jeder Patient geht beispielsweise gleich mit Schmerzen um . Ich würde mir von der Medizin von morgen wünschen , dass wir noch genauer erkennen können , was einem Kranken fehlt , und auch die Möglichkeiten bekommen , optimal auf die Beschwerden und Bedürfnisse eines jeden einzugehen . Denn Fakt ist , dass wir noch immer einen großen Fachkräftemangel in Deutschland haben und somit auch oft die Zeit für eine angemessene Behandlung und Betreuung fehlt . Ich würde mir wünschen , dass sich mehr Leute für unsere wichtige Arbeit begeistern und wir für unsere Leistungen auch entsprechend gewürdigt werden .
+1 4 WAS KANN DIE MEDIZIN VON MORGEN? WIR FRAGEN: ... und was ist Ihre Meinung? www.plus-drei.de [email protected] 62 Prozent der angehenden Studierenden im Fach Medizin sind weiblich, Anteil steigend. Quelle: Ärzteblatt © iStock./Stígur Már Karlsson /Heimsmyndir Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Präsident Helmholtz-Gemeinschaft Riesige Potenziale Die atemberaubende digitale Transfor- mation unseres Lebens wird der Medi- zin ungeahnte Möglichkeiten eröffnen: Roboter werden Ärzte bei Operationen unterstützen, personalisierte Thera- pien Patienten passgenaue Behand- lungen ermöglichen und bildgebende Verfahren wie das MRT dank immer genauerer Diagnosen die Zahl opera- tiver Eingriffe verringern helfen. Auch auf dem Gebiet der Prävention und der Früherkennung eröffnen sich neue Perspektiven. Mit der Auswertung gro- ßer Datenmengen lassen sich epide- miologische Vorhersagen viel genauer treffen, etwa zur globalen Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Eine He- rausforderung wird dabei sein, Me- thoden des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz mit medi- zinischen Befunden zu kombinieren, um aus komplexen biomedizinischen Daten neues Wissen zu schöpfen. Die Ergebnisse dieser Forschung werden direkt bei den Patienten ankommen. Die Helmholtz-Gemeinschaft kann hier mit ihrem systemischen Ansatz und ihren nationalen und internatio- nalen Kooperationen wichtige Beiträge leisten. Im Forschungsbereich Gesund- heit untersuchen wir zum Beispiel die Ursachen und die Entstehung großer Volkskrankheiten wie Krebs, Herz- Kreislauf- oder Stoffwechselkrank- heiten, Erkrankungen des Nervensys- tems oder psychische Erkrankungen. Für die personalisierte Medizin von morgen setzen wir auf disziplin- und grenzüberschreitenden Austausch und schaffen damit die Basis für eine daten- basierte Medizin der Zukunft. Merle Sabrina Klein, Leserin Unentbehrliche Helfer Ich arbeite seit drei Jahren als Ge- sundheits- und Krankenpflegerin. Es ist ein Knochenjob, aber für mich defi- nitiv das, was ich schon immer machen wollte: Menschen helfen. Ich arbeite in einem Krankenhaus. Dort geht es oft stressig zu und manchmal möchte man sich am liebsten dreiteilen, um al- len Patienten gerecht zu werden. Mir ist bewusst, dass dieser Beruf nichts für jeden ist. Sich um kranke Men- schen zu kümmern, kann eine große Bereicherung sein, aber auch – neben der körperlichen Belastung – sehr auf die Psyche schlage X[K\”0훜H[YZ[[H؈\HZ[YHXZ[]Y[00™\[YY\\[\ X[\0HZX\][ۙ[[[Z[H0H]Y[HY\[\[Z[XZH\HXY[B[\YYXHY[[[[[]\ZX[[Y\[X[[\[[XY\]Y[ZZ\Y[Z\HZXZ]Y\B[[KXHZ\ۈ\YYKB[ۈ[ܙ[[\\[]Y\\[[훛[\™Z[[Hܘ[[Z []XYBpXZ][Z[Y[[X[]YYH\\[[Y0\BHZ[\Y[Z[YZ[[Z\ \\[[Y\Z[[ܛ[Xܰ[X[[[]][KB[[Z]]XٝYHZ]Z[H[[Y\[HZ[[[]]][Z XHZ\B[\XYZ]]H[\BXYH\Z]YZ\\[\[\HZ\[[]X[X[]Y\[