+3 Magazin Juli 2021 - Page 8

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Offene Lernkultur
KLASSENZIMMER DER ZUKUNFT So funktioniert die technologiegestützte Entwicklung von Lernkompetenz
EINSATZ VON TECHNOLOGIE BEIM LEHREN UND LERNEN
ZUKUNFTSGERECHTES KLASSENZIMMER
Adaptives Lernen
Design Thinking
Personalisiertes Lernen
HEUTE
Digitale Aufgaben ( Textverarbeitung )
Online-Texte
Ausdruck
Philippe Wampfler , Leser
Dejan Mihajlović , Referent und Fachberater , Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg
Mittel zum Zweck
Bildung muss nicht digital werden , Bildung muss besser werden . Sie muss jungen Menschen helfen , sich zu entwickeln , zu lernen , sich in der Gesellschaft zu orientieren und zu positionieren . Das gelingt ihnen , wenn sie sich intensiv mit Problemen beschäftigen , mit anderen Interessierten austauschen und reiben , eigenen Fragen nachgehen und Grund-
Andreas Schur , Key Account Manager Education Sales , Acer Deutschland
Passend für jedes Lernsetting
Die Digitalisierung darf Schüler und Lehrer nicht belasten . Sie sollte vielmehr dabei unterstützen , Lehr- und Lernziele einfacher zu erreichen . Wir sprechen täglich mit Schulen und Schulträgern , die uns genau das
Digitales ist kein Zusatz , weder methodisch noch strukturell : Digitalität verändert die Welt , die Kultur und damit die Bildung grundsätzlich . Wer Unterricht hingegen nur digital abzubilden versucht , ignoriert diese Transformation – und sieht in Erklärvideos die Zukunft der Bildung . Dabei werden die wesentlichen Fragen verfehlt : Wie verändern sich Gesellschaft und Zusammenleben in einer Kultur der Digitalität ? Wie lassen sich die daraus resultierenden Probleme erfassen und lösen ? Und wie könnten junge Menschen zu einem erfüllten Leben in dieser vernetzten Welt befähigt werden ? Somit darf Lernen nicht auf die Reproduktion von Lösungsmustern reduziert werden , sondern muss als Denken und Handeln verstanden werden , das global und lokal zugleich über das Arbeiten an und Lösen von echten Problemen erfolgt . Die zunehmende Komplexität der Welt erfordert eine kollaborative ,
Erstellung digitaler Inhalte
KI / maschinelles Lernen
INTEGRATION VON TECHNOLOGIE UND RECHENLEISTUNG
Data Science
Simulation / Modellierung Virtuelle Labore
Heute
kompetenzen trainieren können . Wer sich in diesem Sinne bildet , ist auf zwei Dinge angewiesen : eine gute Infrastruktur und Menschen , die einen unterstützen , begleiten , inspirieren . Hier zeigt sich dann , dass gute Bildung selbstverständlich digitale Anteile enthält : Die Infrastruktur umfasst Netzanschluss und Geräte , die Vernetzung und Wissensarbeit erleichtern . Pädagogische Begleitung betrifft auch das Verständnis von Digitalität und deren produktive Nutzung . Schulen müssen nicht digitaler
DIES IST EINE GESPONSERTE ANTWORT , ALSO EINE ANZEIGE
bestätigen . Dabei geht es neben der Gestaltung des digitalen Unterrichts wiederholt auch um die Frage nach passender Hardware . Denn ein flexibles Arbeitsgerät ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Einsatz und die Motivation . Besonders Convertibles sind gut für den Schulalltag und dessen verschiedene Nutzungsszenarien geeignet . Dem pflichtet auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung bei , die Notebooks für längere Arbeitssessions am Bildschirm empfiehlt und Tablets nur für kürzere Tätigkeiten . Dazu zählen auch das Acer TravelMate Spin P4 für Lehrer und das TravelMate Spin B3 multiperspektivische und interdisziplinäre Arbeits- und Lernkultur , die maximal offen und partizipativ gestaltet ist . Das Netz kann genau das leisten . Bildung muss also gerade dort digital sein , wo die Herausforderungen der digitalen Transformation angenommen und bearbeitet werden . Dabei helfen Akteure , die über vertiefte Kenntnisse zum kulturellen Wandel und Bildungsfragen verfügen und nachhaltige Formen der Zusammenarbeit pflegen . Digitalwashing durch pressewirksame Hackathons , Leuchtturmprojekte und Youtube- „ Rockstars “ braucht Bildung hingegen nicht .
TAXONOMIE VON BLOOM
SYNTHESE
entwerfen | aufbauen konstruieren | verfassen
EVALUIERUNG
bewerten | beurteilen entscheiden
ANALYSE
untersuchen | vergleichen organisieren
ANWENDUNG
anwenden | lösen berechnen
VERSTEHEN
interpretieren | erklären diskutieren
WISSEN
beschreiben | wiedergeben benennen
ABSTRAKTES DENKEN UND ÜBERGEORDNETE KOMPETENZEN
Quellen : intel , Netzwerk Digitale Bildung
werden , sie werden es automatisch , wenn sie ihre Aufgaben besser wahrnehmen . Sobald sich Kinder und Jugendliche mit Gesellschaft und Wissen auseinandersetzen , nutzen sie digitale Verfahren . Sie eigenen sich digitale Arbeitstechniken an , recherchieren im Netz , vernetzen sich mit Profilen auf digitalen Plattformen . Gute Bildungsprozesse sehen das Potenzial , das in diesen Aktivitäten steckt , ermöglichen sie , senken für alle Schülerinnen und Schüler die Schwellen für die Nutzung .
für Schüler . Die Convertibles sind mit einer vollwertigen Tastatur ausgestattet und lassen sich mit nur einem Handgriff zu einem leichten Tablet mit Touchscreen und Stift zusammenklappen . Um Technik möglichst lange zu nutzen und Transportschäden oder den Verlust von Zubehör zu vermeiden , sollten Schulen bei der Auswahl der Hardware sowohl auf leistungsstarke Intel ® Core™ Prozessoren , augenfreundliche Displays , benötigte Anschlüsse wie USB Type C zum Laden oder Anschließen von Peripherie als auch auf eine im Gerät integrierte Verwahrung des Stifts und robuste Verarbeitung achten .
Bettina Sarnes , Leserin
Schöne neue Welt
Digitale Bildung muss und wird sich mit analoger Bildung verbinden müssen . Ein Beispiel : Ein Kind fotografiert mit dem Handy eine Pflanze und bestimmt sie mit der App . Zu Hause schlägt es das Pflanzenbestimmungsbuch auf und liest weiter . Dann spricht sie mit ihren Eltern : „ Die Pflanze ähnelt einer anderen , wie kann ich sie unterscheiden ?“ Dann googelt es im Netz und findet eine Antwort . In der Schule wird daraus ein Projekt . Lernen und Bildung der Zukunft ist Dialog zwischen analoger und digitaler Bildung . Wir werden individuell zwischen beiden switchen und erschaffen somit eine neue Lernwelt : die di ( g ) aloge Welt .
Nah am Leben
Udo Beckmann , Bundesvorsitzender Verband Bildung und Erziehung ( VBE )
Durch den Ausstattungsschub in der Corona-Zeit wird es immer realistischer , in der Schule digitale Endgeräte einsetzen zu können . Endlich wird die Vision wahr , selbstverständlich zwischen verschiedenen Methoden zu wechseln – immer darauf fokussiert , wie das jeweilige Lernziel am besten erreicht werden kann . Mal ist das die Debatte in der Gruppenarbeit , mal das stille Lesen im Buch und mal eben die Recherche im Internet oder das Nutzen digitaler Programme . Diesen Fortschritt brauchen wir , um von den Mehrwerten der Digitalisierung auch an Schule profitieren zu können . Was dabei aber nicht aus dem Blick geraten sollte : Entscheidend für den Lernerfolg ist die Beziehung zwischen der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern . Die Kommunikation auf Augenhöhe , die Wertschätzung für das Lernen und Lehren sowie Empathie und Sympathie sind es , die eine gelingende Zusammenarbeit ausmachen . In Zeiten der Digitalisierung heißt das aber auch , dass die Lehrkraft die Möglichkeit haben muss , die Kinder und Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abzuholen . Digitale Spiele , die in aller Munde sind , können auch im Unterricht thematisiert werden . Dafür jedes Mal einen Antrag zu schreiben , damit man die gleiche App herunterladen kann , geht aber zu weit . Um also in digitalen Zeiten mithalten zu können , braucht es flexible Budgets für die Schulen , um genau solche „ Späße “ mitzumachen – und nah an der Realität der Schülerinnen und Schüler zu bleiben .