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+1 4 WELCHER SPORT IST DER RICHTIGE? WIR FRAGEN: ... und was ist Ihre Meinung? www.plus-drei.de [email protected] 5,39 Millionen Deutsche gehen regelmäßig* joggen, allerdings überwinden nur 18 Prozent von ihnen ihren inneren Schweinehund vor dem Frühstück. Quelle: Runners Keep  *mindestens zwei Mal pro Woche © iStock./Geber86 Christina Surer, Rennfahrerin Ich liebe es Der richtige Sport ist es, wenn man sich diese Frage erst gar nicht stellen muss. Man spürt es einfach. Bei mir war die Leidenschaft für den Motorsport sofort da. Nach meinem ersten Kartrennen in Spanien wollte ich sofort wieder Rennen fahren. Es wäre schwierig gewesen, mich in diesem Moment für eine andere Sportart zu begeistern. Ich glaube, nur durch diese Leidenschaft ist man fähig, sich jahrelang in Disziplin zu üben, Rückschläge einzustecken und sich nach Verletzungen wieder zurück zu kämpfen. Die Liebe eines Sportlers zu seiner Sportart erkennt man vor allem dann, wenn es mal nicht so gut läuft. Dass ich mich im Motorsport frech in eine Männerdomäne getraut habe, hat mich selbst wahrscheinlich am wenigsten interessiert. Ich habe es dadurch zwar nicht immer leicht gehabt, wurde aber vor allem auch von Männern unterstützt. Wenn ich als Frau an die Rennstrecke kam, habe ich schon wahrgenommen, dass die Leute geschaut haben. Oft standen dann welche mit der Stoppuhr am Streckenrand und wollten wissen, was ich kann. Respekt habe ich mir aber vor allem auf der Rennstrecke in harten Zweikämpfen erarbeitet. Natürlich ist auch wichtig, ob die eigene Physis zu einer Sportart passt. Ein Zwei-Meter-Mann wird es im Motorsport schwer haben und schnell an seine Grenzen stoßen. Genauso schwierig ist es, wenn man die finanziellen Mittel nicht hat, um weiterzukommen. Somit entscheiden verschiedene Parameter, ob eine Sportart die richtige für mich ist. Jan Oermann, Leser Mentale Regeneration Die Frage finde ich persönlich sehr spannend. Aus meiner beruflichen Erfahrung als Verkehrsrechtsanwalt sitze ich fast jeden Tag am Schreibtisch. Zusätzlich bringt mein Beruf viele Herausforderungen und Stress mit sich. Umso wichtiger ist es für mich, einen Ausgleich hierzu zu haben. Auf diese Frage gibt es nur eine klare Antwort: Tennis! Ich tausche meinen Anzug, binde mir die Schuhe. Dann gibt es nur noch mich, den Schläger und den Ball und ich kann mich voll auf das Spiel konzentrieren. Das Zusammenspiel von hohem Energieverbrauch und totalem Fokus auf das Match baut den Stress optimal ab. Es gibt nichts Schöneres für mich, als nach zwei Stunden körperlicher Anstrengung unter Wettkampfbedingungen den Gegner zum Freund auf der Terrasse bei einem Kaltgetränk werden zu lassen. Am nächsten Tag kann ich so mit klarem Kopf den Herausforderungen meines Berufes entgegentreten. Christian Lödden, Leser Schule fürs Leben Rugby! Kein anderer Sport verkörpert alle wichtigen Eigenschaften im Leben wie Zusammenhalt, Durchsetzungsfähigkeit, Disziplin, Respekt, Kampfgeist, Fairness und Dynamik besser. Wie im Leben gibt es für jeden Körpertyp, egal ob groß, klein, breit oder dünn, und jeden Charakter die richtige Position.